Auf ihrem Weg nach Kiew musste die 1. Ukrainische Front neben Wehrmacht und SS auch die Ukrainische Aufstandsarmee (UPA) bekämpfen – eine Truppe ukrainischer Faschisten, die beim Krieg gegen die Rote Armee sowie bei der Vernichtung der jüdischen Bevölkerung mit den Deutschen kollaborierte. Rassistisch-antisemitischen Pogromen der UPA fielen bis zur Befreiung der Ukraine mehr als 91.000 Menschen zumeist polnischer Muttersprache und nicht selten auch jüdischen Glaubens zum Opfer.

So kostümieren sich die Anhänger des „Ehrengastes“ beim Gedenken an Auschwitz, Poroschenko

So kostümieren sich die Anhänger des „Ehrengastes“ beim Gedenken an Auschwitz, Poroschenko

Bei einem Treffen mit Poroschenko in Kiew brachte Polens Premierministerin Kopacz die Hoffnung zum Ausdruck, dass

„Herr Präsident mit seiner Teilnahme an den Feierlichkeiten uns die Ehre erweist“. 

Befreiung ohne Befreier (II) 

BERLIN/WARSCHAU/KIEW/MOSKAU

german-foreign-policy vom 27.01.2015 – Anti-russische und mit NS-Wiedergängern kooperierende Kräfte in Osteuropa benutzen das internationale Auschwitz-Gedenken zu einem symbolischen Bruch mit der Anti-Hitler-Koalition. Dem Bündnis gegen Nazi-Deutschland hatte auch die UdSSR angehört und mit 30 Millionen Kriegstoten den höchsten Blutzoll erbracht. Die sowjetischen Truppen befreiten am 27. Januar 1945 das Vernichtungslager Auschwitz, nachdem sie zuvor in die deutschen Mordstätten Majdanek, Treblinka und Sobibor vorgerückt waren, um im Mai 1945 Berlin einzunehmen. Siebzig Jahre nach der Befreiung wird der Repräsentant der sowjetischen Opfer beim Gedenken in Auschwitz nicht anwesend sein, da ihm eine übliche Einladung verwehrt wurde. Ursächlich sind Intrigen der polnischen Regierung, die in Auschwitz gemeinsam mit Vertretern des Kiewer Regimes und den Berliner Verbündeten auftreten will. Der anti-russische Symbolakt erinnert an europäische Vorkriegsereignisse, als Berlin und Warschau Gemeinsamkeiten teilten, die in den Holocaust führten. Weiterlesen

Weder der Völkerbund, noch die UNO, noch auch nur einzelne Länder wie die USA, Großbritannien oder Indien haben jemals Tibet als unabhängigen Staat offi ziell anerkannt.

tibetAlbert Ettinger

KAMPF UM TIBET

Geschichte, Hintergründe und Perspektiven eines internationalen Konflikts
Format: 17×24 cm,
384 Seiten
mit Farbfotos

25,00 €

ISBN 978 3 88975 235 2

Weder der Völkerbund, noch die UNO, noch auch nur einzelne Länder wie die USA, Großbritannien oder Indien haben jemals Tibet als unabhängigen Staat offi ziell anerkannt. Nicht einmal zu einer Zeit, als China noch nicht (wieder) ein wichtiges Subjekt, sondern ein weitgehend machtloses Objekt der Weltgeschichte war.

Wichtiger vielleicht als rein rechtliche Überlegungen ist aber die folgende Feststellung: Die wenigen Jahrzehnte einer tibetischen „de facto-Unabhängigkeit“ waren kein Goldenes Zeitalter der Freiheit, sondern eine Zeit von imperialistischer Einmischung, politischem und sozialem Stillstand, Misswirtschaft, aristokratischer und klerikaler Unterdrückung, verschärfter Ausbeutung und Besteuerung, wirtschaftlichem Niedergang, fortbestehendem Obskurantismus, himmelschreiender Ungerechtigkeit, politischen Intrigen, Attentaten, Morden, Krieg und Bürgerkrieg …

Giuseppe Zambon
Zambon Verlag/Editore
Leipziger Str. 24
60487 Frankfurt
Tel: 0049 (0) 69 779223
FAX:0049 (0) 69 773054
zambon@zambon.net

Man stelle sich vor: Ein Fan der Mörder von damals – auch in Auschwitz dienten ukrainische Kollaborateure – ist Gast bei der Gedenkfeier für die Opfer der Nazimörder: der ukrainische Putschpräsident und Faschistenfreund Poroschenko!

KZ Auschwitz, EinfahrtHat die Rote Armee das faschistische Vernichtungslager Auschwitz befreit?

Oder waren es ukrainische Nazi-Kollaborateure?

Von Günter Ackermann

Natürlich hat die Rote Armee Auschwitz befreit. Man muss schon sehr viel Dummheit und Russophobie besitzen – wie etwa der polnische Außenminister Grzegorz Schetyna – wenn man etwas Abreichendes behaupten kann. Der Panzer, der am 27. Januar 1945 das Tor von Auschwitz durchbrach, war ein T34-Panzer der Roten Armee. Es ist unerheblich, ob dieser Panzer von einem Kasachen, Russen, Belorussen oder Ukrainer gesteuert wurde; wie der Frontabschnitt von Seiten des sowjetischen Oberkommandos genannt wurde, ist auch unerheblich. Die Einteilung der Frontabschnitte erfolgte nicht nach ethnischen, sondern nach geografischen Kriterien. Weiterlesen

Eine sehr negative Entwicklung ist die Tatsache, dass eine Nazipartei, mit einer ganz konkreten verbrecherischen und mörderischen Tätigkeit, geschaffen durch die Apparate des Systems, gerichtet gegen die Interessen des Volkes, noch bedeutende Stimmanteile für sich gewinnen konnte.

KKE1Erklärung des Generalsekretärs des ZK der KKE, Dimitris Koutsoumbas, zum Wahlergebnis vom 25. Januar 2015

Quelle: KKE

 „Zunächst einmal wollen wir die tausenden Werktätigen unseres Landes, die jungen Menschen grüßen, die dem Aufruf der KKE gefolgt sind, und heute zu ihrer Stärkung beigetragen haben. Dadurch wurde die positive Tendenz des Wiederzusammenschlusses der Kräfte und der Wiedergewinnung von Stimmen bestätigt. Diese Tendenz begann bei den EU-, den Kommunal- und Regionalwahlen 2014, setzte sich in den kleinen und großen Kämpfen unseres Volkes, in der Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung, in der breiteren Volksbewegung

Ein besonderer Gruß gilt den Wählern, die der KKE zum ersten Mal als Zeichen der Einschätzung der Beharrlichkeit, der Konsequenz und der Selbstlosigkeit der KKE ihre Stimme gaben.

Das allgemeine Wahlergebnis reflektiert die große Unzufriedenheit  und die Wut des Volkes gegenüber Nea Dimokratia und PASOK, die ihm in Armut und Arbeitslosigkeit in den Jahren der Wirtschaftskrise gestürzt haben.

Sicherlich ist dieses Ergebnis weitgehend auch ein Ausdruck der trügerischen Hoffnung, dass die neue Syriza-Regierung eine volksfreundliche Politik betreiben kann. Auf der Grundlage der offiziellen Erklärungen und Stellungnahmen von Syriza während des Wahlkampfes und in der Zeit davor ging und geht die KKE davon aus, dass die neue Zusammensetzung des Parlaments und die Bildung einer  eigenständigen oder Koalitionsregierung durch Syriza, auf den gleichen Schienen der Politik der EU als Einbahnstraße, der  verminderten Forderungen, der Zugeständnisse und  Kompromisse, der Bindungen vom Großkapital, von den Monopolen, der EU und der NATO, mit allen für das Volk und das Land negativen Folgen, fahren wird. Die Zeche werden wieder die Volksschichten zahlen.

Eine sehr negative Entwicklung ist die Tatsache, dass eine Nazipartei, mit einer ganz konkreten verbrecherischen und mörderischen Tätigkeit, geschaffen durch die Apparate des Systems, gerichtet gegen die Interessen des Volkes, noch bedeutende Stimmanteile für sich gewinnen konnte.

Insgesamt schätzen wir ein, dass die Linie der Gegenoffensive und des Bruchs mit dem kapitalistischen Entwicklungsweg, mit der EU und der Politik, die diesen Weg unterstützt, mit der Einverleibung und der passiven Erwartungshaltung noch mehr im Volk verstärkt werden soll.

Die KKE wird ihre Anstrengungen und ihre Initiativen verstärken, die im Fokus die zugespitzten Probleme der Werktätigen und des Volkes haben, mit Vorschlägen für die Entlastung der Arbeitslosen, der Familien aus den Volksschichten, der Selbständigen, den Bauern, der Studierenden.

Die KKE wird ebenfalls ihre Anstrengungen für die Wiederkonstituierung der Arbeiter- und Volksbewegung verstärken, für den Aufbau des Volksbündnisses, damit die Hoffnungen und Erwartungen des Volkes für eine Befreiung  vom Joch der Monopole erfüllt werden.

Innerhalb und außerhalb des Parlaments werden wir mit der uns vom Volk verliehenen Kraft, den Kampf für die Enthüllung aller volksfeindlichen Pläne führen.

Wir werden uns diesen Plänen heute von der Position einer kämpferischen Opposition für die Interesse der Arbeiterklasse und des Volkes mit Dynamik entgegensetzen, und die Kämpfe der Arbeiter und des Volksbündnisses für das Überleben, sowie für die Perspektive eines allgemeinen Sturzes des Systems organisieren und inspirieren.

Allen viel Kraft dabei! Wir gehen dynamisch voran!

http://inter.kke.gr/de/articles/Die-Staerkung-der-KKE-signalisiert-die-positive-Tendenz-eines-Wiederzusammenschlusses-der-Kraefte/