Selbst bei Gedenkfeiern in einstigen Konzentrationslagern verkündeten Redner: „Gerade die unselige deutsche Vergangenheit“ verpflichte die BRD, heute „Verantwortung für Recht und Demokratie auch weltweit zu übernehmen“.

Bürgerliche Propaganda leugnet  die Selbstbefreiung des KZ Buchenwald

Bürgerliche Propaganda leugnet die Selbstbefreiung des KZ Buchenwald

Hochkonjunktur der Geschichtsfälscher

Von Jobst-Heinrich Müller, Lüneburg

Quelle: Rotfuchs Juli 2015

Am 8. und 9. Mai wurde an die Befreiung der Völker Europas von der Geißel des Faschismus – der ungeheuerlichsten Barbarei in der Menschheitsgeschichte – zum 70. Mal erinnert. Während die einen dieses Jubiläum zum „Tag des Kriegsendes“ degradierten und andere sich heuchlerisch in den „Mantel der Geschichte“ zu hüllen suchten, war es für deutsche Antifaschisten der ersehnte Wendepunkt in der Chronik des Kontinents. Die großartige Militärparade am 9. Mai in Moskau verdeutlichte einerseits die später verspielte historische Chance, vermittelte andererseits aber auch ein Gefühl neuer Hoffnung. Weiterlesen

Diese Zustimmung stellt letztlich die Behauptung dar, es gebe eine Möglichkeit zur Lösung der aktuellen kapitalistischen Krise Griechenlands im Rahmen des Kapitalismus. Was nonsense ist.

oxi_bearbeitet-1Referendum: zwei mal oxi!

Veröffentlicht am 4. Juli 2015 von hcs

Quelle: Wurfbude

Solidarität mit dem griechischen Volk ist in der Linken der BRD fast unisono Solidarität mit der SYRIZA/ANEL-Regierung.

In der aktuellen Situation bedeutet das: „überall ist oxi”. Weiterlesen

Offen rassistische Anklänge sind in dem Springer-Blatt „Die Welt“ zu lesen, wo es heißt, „bei den Griechen der Neuzeit“ handele es sich weniger um Nachfahren des historischen Hellas als „um eine Mischung aus Slawen, Byzantinern und Albanern“.

nazischuldenGriechenland:

Das Referendum als Chance

ATHEN/BERLIN

german-foreign-policy vom 03.07.2015 – Unverhohlene Aufrufe zum Sturz der demokratisch gewählten Regierung Griechenlands werden in deutschen Medien laut. „Syriza muss fallen!“, fordert eine bekannte deutsche Illustrierte. Leitmedien berichten, das Bundeskanzleramt und führende Minister in Berlin seien sich „einig“, mit „der derzeitigen Regierung“ in Athen sei „kein Staat zu machen“. Zuvor hatte das deutsche Veto gegen sofortige Hilfen für Griechenland zu schweren außenpolitischen Verwerfungen mit Paris geführt. Der französische Präsident Hollande forderte in einer öffentlichen Rede: „Um es klar zu sagen, eine Vereinbarung muss sofort her“, konnte sich aber gegen Berlin nicht durchsetzen. Frankreich befürchtet den vollständigen Einflussverlust im Mittelmeergebiet und neue Angriffe Berlins auf seine Politik, sollte die deutsche Unterwerfung Griechenlands gelingen. Die deutsche Presse orchestriert den katastrophalen Siegeszug der Berliner Außenpolitik in immer aggressiveren Tönen und nennt den Regierungschef Griechenlands einen „Teppichhändler“. Bei der griechischen Bevölkerung handele es sich „um eine Mischung aus Slawen, Byzantinern und Albanern“, heißt es in offen rassistischen Anklängen. Die sich steigernde Polit-Propaganda bereitet die Wiedereinsetzung der deutschlandhörigen Teile der griechischen Eliten aus Sozialdemokraten und Konservativen vor. Weiterlesen

Was die EU, die Troika-Institutionen, die Regierungen der führenden EU-Länder, allen voran die Bundesregierung mit dem griechischen Volk machen, ist Erpressung der übelsten Art.

akropolis_kke1Solidarität mit dem griechischen Volk!

Vorbemerkung Roter Webmaster:

Wir bringen heute das erste Mal einen Text eines amtierenden Vorsitzenden der DKP. Die Gründe sind klar: Die bisherigen Vorsitzenden waren Revisionisten und vertraten diese Positionen vor aller Welt. So fand der frühere DKP-Chef Heinz Stehr nichts Schlimmes an dem Umstand, dass seine „Bruderpartei“, die KP des Irak, in einer Quislings-Regierung von Gnaden der USA mitmischte und mit den US-Besatzern kollaborierte.

Seit dem letzten DKP-Parteitag aber scheint sich eine marxistisch-leninistische Gruppe an die Spitze der DKP gestellt zu haben. Das ist erfreulich. Aber damit ist aus der DKP noch lange keine revolutionäre kommunistische Partei der Arbeiterklasse geworden. Noch immer tummeln sich in den Reihen dieser Partei Elemente, die nichts mit Kommunismus am Hut haben. Ich erinnere nur an der Rechtsausleger dieser Partei, der Münchner Leo Mayer oder an den Erzrevisionisten aus Dortmund, Ulrich Sander. Das sind nur zwei Namen von ausgesprochenen Parteirechten und Antikommunisten in der DKP. Die gehören nicht in eine kommunistische Partei und Patrick Köbele wird aus seiner Partei nur dann eine wirkliche kommunistische Organisation machen können, wenn er diesen revisionistischen Ballast abgeworfen hat.

G.A.

Solidarität mit dem griechischen Volk!

Erklärung von Patrik Köbele, Vorsitzender der DKP

Quelle: DKP

Die griechische Regierung reagiert nun mit einem Referendum und fordert das Volk auf, diese Erpressung der Institutionen abzulehnen. Natürlich muss man Nein zu dieser Erpressung sagen. Es ist aber zu befürchten, dass diese Nein-Stimmen dann als Zusage zum Sparpaket der griechischen Regierung gewertet werden. Das wäre nicht minder fragwürdig und genauso abzulehnen. Die Kommunistische Partei Griechenlands (KKE) nennt das eine Wahl zwischen Pest und Cholera. Weiterlesen

Lumumba: »Noch sind unsere Wunden zu frisch und zu schmerzhaft, um sie aus unserem Gedächtnis zu verbannen (…). Wer wird je die Massaker vergessen, in denen so viele unserer Geschwister umgekommen sind, die Zellen, in die jene geworfen wurden, die sich weigerten, sich einem Regime der Unterdrückung und Ausbeutung zu unterwerfen?«

lumumbaIISG»Das ganze Afrika«

Vor 90 Jahren wurde Patrice Émery Lumumba geboren. Mit der Ermordung des kongolesischen Ministerpräsidenten 1961 endete der Traum von einer tatsächlichen Unabhängigkeit.

Von Gerd Schumann

Quelle: junge Welt vom 2. Juli 2015

Patrice Émery Lumumba wurde als Tasumbu Tawosa am 2. Juli 1925 in Kasai, Belgisch-Kongo geboren. Er absolvierte die koloniale Missionsschule und eine Ausbildung bei der Post. 1954 stieg er auf zum »Évolué«, zum »Entwickelten« – oder auch »fortgeschrittenen Neger« –, erhielt als einer der ersten und wenigen Kongolesen eine »Carte d’Immatriculation«, die ihn als »europäisch zivilisiert« und für höhere Tätigkeiten befähigt auswies. Das allerdings bedeutete nicht allzu viel: Lediglich 30 Studenten aus Kongo inklusive Ruanda-Urundi (seit 1946 UN-Treuhandgebiet unter belgischer Verwaltung) wurden (bis 1956) zu einem Studium zugelassen. In der Armee lag die Aufstiegsobergrenze für Einheimische beim Rang eines Sergeanten (Unteroffiziers), in der Verwaltung im unteren Bereich des Mittelbaus. Lumumba arbeitete »wie ein Berserker« (Jean-Paul Sartre) und wäre doch absehbar ein drittrangiger Postbeamter geblieben. Weiterlesen