„Wir mögen die Feinde des Staates sein – aber wir sind die Freunde des Volkes“

 

joma-sison-cpp-ndf-kmu-bayan-stalin-maoNDFP VERURTEILT ABLEHNUNG DES WAFFENSTILLSTANDS DURCH DIE REGIERUNGSSÖLDNER

von Fray Santiago Salas („Genosse Sanny“), Sprecher der NDFP-EV

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke

Mitteilung der National-Demokratischen Front der Philippinen vom 28.November 2013. – Die National-Demokratische Front der Philippinen im Gebiet der Inseln der östlichen Visayas verurteilt die Regierung Aquino für die erbärmlich üble Ablehnung einer Gegenseitigkeit beim von der revolutionären Bewegung verkündeten einseitigen Waffenstillstand in den vom Taifun Yolanda (internationaler Name Haiyan) verwüsteten Gebieten. Die revolutionäre Bewegung vor Ort hat einen einseitigen Waffenstillstand bis Mitte Januar 2014 verkündet. Der regionale Kommandeur der militärischen Einheiten der Regierung vor Ort, Generalmajor Jet Velarmino, äußerte diesbezüglich: „Wir machten keine Waffenstillstandserklärung, auch nicht nach dem Taifun. Sie sind die Feinde des Staates.“

Wir mögen die Feinde des Staates sein – aber wir sind die Freunde des Volkes. Die Interessen des Volkes stehen für uns an erster Stelle. Anderseits, zu was können wir die Regierung Aquino und ihr Militär als die Feinde des Volkes aufrufen, wenn sie einen Waffenstillstand zurückweisen, welcher die Hilfe für Opfer des Taifuns Yolanda erleichtern würde?

Die Söldnereinheiten der Regierung Aquino zögerten nicht beim Fortsetzen ihrer Angriffe gegen die NPA. Dies sogar als die ganze Region in den Verwüstungen des Taifuns versank und sich dessen erwehren musste. General Velarminos Truppen der 8. Infanteriedivision befinden sich noch immer im Kampfeinsatz gemäß dem Einsatzplan Bayanihan in den zentralen Teilen der Insel Samar. Neben dem auftragsgemäßen Aufspüren und Zerstören misshandeln sie Dorfbewohner, die sie verdächtigen, die NPA zu unterstützen. Dies alles zeigt, dass die Regierung Aquino und ihr Militär keinerlei Besorgnis für das Leiden des Volkes zeigen.

Tacloban City und die anderen Notgebiete sind zu Garnisonsstandorten gemacht worden. Gleich nach dem Taifun schickte die Regierung gepanzerte Fahrzeuge und bewaffnete Einheiten nach Tacloban als „Schau der Stärke“ zu den hungrigen und verzweifelten Menschenmassen, die keinerlei Hilfe von der Regierung erhielten und selbst dafür zu sorgen hatten, überlebenswichtigste Dinge zu beschaffen. Heute sind etliche militärische Kontrollpunkte an den Zufahrten und Ausfallstraßen der Stadt. Das Volk wird Ausgangssperren unterworfen und behandelt wie eine Ansammlung von Verbrechern. Es wurden rasch sogenannte Bunkerhäuser errichtet, in welche obdachlosen Familien wie Vieh zusammengepfercht unter erbärmlichen Bedingungen hausen. Diese Szene wiederholt sich in den anderen vom Taifun verwüsteten Gebieten und zeigt, dass sich die Regierung keine Sorgen um das Leiden des Volkes macht, sondern es ihr um die Unterwerfung der Menschen unter die bewaffneten Einsatzmittel des Staates geht.

Verweigert sich die Regierung Aquino dem gegenseitigen Waffenstillstand, weil er nicht ernsthaft den langfristigen Wiederaufbau in den östlichen Visayas bringt? Derzeit macht die Regierung Aquino aus den Hilfsmaßnahmen für den Wiederaufbau lediglich eine Farce. Die Taifunopfer überleben in den Tag hinein von der Hand im Mund. Sie hoffen ständig, irgendwo etwas Eßbares zu finden, um am nächsten Tag noch etwas zu essen zu haben. Sie sind schwach und anfällig für Krankheiten und den Tod. Es gibt keinen langfristigen Plan für die armen Leute in der Stadt oder auf dem Lande oder die Mittelschichten, die ihre Dächer über den Köpfen verloren haben und ihre gesamte Existenz einbüßten, während die Korruption wieder immer weitere Kreise zieht.

Ohne sozialökonomische Reformen, ohne Volksaussprache und transparentes Regieren werden nur die Verwaltungsbürokraten und die großen Geschäftemacher ihre Vorteile aus dem Leiden des Volkes ziehen. Sie werden aus der Korruption Profite ziehen anstatt die notwendigen Wiederaufbaumaßnahmen umzusetzen.

Als zusätzliche Beleidigung der Taifunopfer kommen die Regierungen der USA und der Philippinen derzeit rasch zu Vereinbarungen, die die Stationierung von US-Streitkräften im Land unter Verletzung der nationalen Souveränität rechtfertigen sollen. Somit scheint es so, als ob der Grund für die Verweigerung des Waffenstillstands durch die Regierungsseite darin liegt, dass sie sicherstellen wollen, dass die Geschäfte wie bisher laufen, und dass das Volk weiterhin der Ausbeutung und der Unterdrückung unterworfen bleibt.

Das Volk wird das Aquino-Regime zur Verantwortung ziehen für die Verweigerung des gegenseitigen Waffenstillstands, der Hilfe für die Taifunopfer erleichtern sollte. Die Opfer des Taifuns Yolanda und die anderen Menschen aus dem Volk werden aus ihrer Wut heraus aufstehen und einen Wiederaufbau zugunsten des Volkes fordern, aber auch langfristig in der Region und den anderen verwüsteten Gebieten für sozialökonomische Reformen eintreten.

Wenn die Regierung Aquino nicht mal sich selbst dazu bringen kann, einen begrenzten Waffenstillstand im Namen der Humanität herbeizuführen, wie kann sie dann fähig für einen gerechten und dauerhaften Frieden sein?

Quelle:

http://www.philippinerevolution.net/statements/20131128_ndfp-ev-slams-aquino-regime-s-refusal-of-reciprocal-ceasefire-br-we-may-be-enemies-of-the-state-but-we-are-the-friends-of-the-people