Kann es sein, daß sich die anwesenden internationalen Journalisten vom endlosen Aufplustern, von der hohlen Rhetorik und den leeren Versprechungen eines Mannes, der an der Spitze des weltweit totalitärsten Staates steht, nicht mehr beeindrucken lassen?

obama1Versager des Tages:

Obamas Claqueure

Junge Welt vom 28.03.2014

Das US-Investmentportal Zero Hedge fragt sich auf seiner Internetseite am Mittwoch: »Was geschieht, wenn ein Präsident der Vereinigten Staaten eine Rede beendet und niemand applaudiert?« Die Finanzjournalisten stellten dazu ein Video, das die Schlußszene der Pressekonferenz Barack Obamas nach dem Gipfeltreffen der G7 und der Konferenz über Nuklearsicherheit im holländischen Den Haag am Vortag zeigt. Zu sehen ist: Der Friedensnobelpreisträger, der per Drohnenattacken in fremden Ländern morden läßt, drückt seine Überzeugung aus, daß die »Grundwerte, an die Amerika immer geglaubt hat

- «, wie »Schutz der Privatsphäre«,

- »Herrschaft des Rechts« und

- »individuelle Rechte«

die USA »auch zukünftig leiten werden«.

So weit die Phrasen eben tragen. Dann: Obama stoppt seine Rede, blickt in den gut gefüllten Saal, keine Hand rührt sich.

Letzter Versuch: »Ihnen allen danke ich sehr. Nochmals danke«. Null Beifall.

Der Moderator hilft nach: »Das war die letzte Frage«, drückt Obama die Hand, endlich wachen die Hofschranzen auf, allerdings nur zwei oder drei. Sie klatschen und vergrößern die Peinlichkeit.

Obama will davonlaufen, hört aber die zaghaften Fans, hält inne und – winkt. Niemand reagiert und der letzte Claqueur beendet sofort sein Tagewerk.

Kommentar von Zero Hedge: »Kann es sein, daß sich die anwesenden internationalen Journalisten vom endlosen Aufplustern, von der hohlen Rhetorik und den leeren Versprechungen eines Mannes, der davon in Anspruch genommen wird, vom Teleprompter abzulesen, der an der Spitze des weltweit totalitärsten Staates steht, nicht mehr beeindrucken lassen? Entweder ist inzwischen jemand aus Obamas Begleitung gefeuert worden, weil er vergaß, das ›Applaus‹-Schild hochzuhalten, oder die europäischen Journalisten kümmern sich nicht mehr um seine Lügen.« (rwr)