Gysi, das U-Boot der Linken, das gelegentlich als Schlachtschiff des Imperiums auftaucht

shit_schlechtenHatte Gysi schlechten Shit geraucht oder braucht er einen Psychiater?

Von Günter Ackermann

Folgende Meldung erreichte die Redaktion:

Gysi spricht zum Tod Castros vom „diktatorischen Regime” Fidels:

Veröffentlicht am 31. Dezember 2016 von Hartmut Barth-Engelbart

und nennt ihn in der Oldenburger Nord-West-Zeitung und in der Heidelberger Rhein-Neckar-Zeitung einen „Diktator” und setzt ihn so mit dem „diktatorischen Regime Batistas” (Gysi über Batista) gleich.

Das Vierteljahres-MAGAZIN „DAS KROKODIL” schreibt dazu:

U-Boot der Linken, das gelegentlich als Schlachtschiff des Imperiums auftaucht

Daran, dass der zum US-Präsidenten gewählte Donald Trump kein Sozialist ist, dürfte es keinen Zweifel geben. Es wundert deshalb nicht, wenn auf Donald Trumps Facebook-Seite der verstorbene Fidel Castro „Diktator” genannt wird. Ob Trump den Eintrag in die Facebook-Seite persönlich vorgenommen hat, ist nicht bekannt. Eine Partei hingegen, die sich DIE LINKE nennt, dürfte sich als sozialistisch sehen. Und an ihrer Spitze dürften Sozialisten stehen. Einer von ihnen ist ihr Flaggschiff Gregor Gysi, das immer wieder in der Öffentlichkeit auftaucht – so auch am 28.11.2016 kurz nach Fidel Castros Tod mit einem Interview. Gregor Gysi nennt darin Fidel Castro „Diktator” und spricht vom „diktatorischen Regime” Castros, so wie er vom „diktatorischen Regime von Batista” gesprochen hatte. Erschienen ist das Interview in der Oldenburger „Nord-West-Zeitung” – aber nicht nur dort. Auch die Heidelberger „Rhein-Neckar-Zeitung” hat es veröffentlicht. Das U-Boot der Linken taucht auf und gibt sich – wie schon einige Jahre zuvor, als er die „linke” Forderung nach Auflösung der NATO als irreführende Finte offenbarte – als Schlachtschiff des Imperiums zu erkennen. Trotzdem nehmen „linke” Medien von diesem bezeichnenden Interview fast durchweg keine Notiz. Hajo Kahlke richtet deshalb an die „junge Welt” einen Leserbrief mit dem Titel „Gysi beschimpft Castro als ‘Diktator’ – nicht berichtenswert?”:

Es wundert sehr, dass die „junge Welt” nicht wenigstens kurz über die bemerkenswerten Äußerungen Gregor Gysis, einstmals der führende Politiker der LINKEn und dort immer noch von  beträchtlichem Einfluss, zum Tode Fidel Castros informiert: Gysi sagt in einem Interview mit der Heidelberger Rhein-Neckar-Zeitung vom 28.11.2016 auf die Frage, ob Castro, der doch „Dissidenten eingesperrt und die Bevölkerung unterdrückt“ habe, „nicht selbst ein Verbrecher“ sei, wörtlich: „Ich will sein diktatorisches Regime nicht rechtfertigen“! … Es fragt sich, wer oder was Gysi dazu veranlasst, sich so offensichtlich so schäbig zu äußern. ..  In jedem Fall aber muss die LINKE, will sie noch einen Rest linker Glaubwürdigkeit erhalten, zu dieser jüngsten Eskapade Gysis Stellung nehmen und sie ohne Wenn und Aber verurteilen.

Neue Rheinische Zeitung (www.nrhz.de)
DAS KROKODIL (www.das-krokodil.com)
Arbeiterfotografie – Forum für Engagierte Fotografie (www.arbeiterfotografie.com)

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Allgemein von Hartmut Barth-EngelbartPermanenter Link des Eintrags.

Man muss sich da doch fragen, hat Gysi einen Psychiater nötig oder hatte er nur schlechten Shit geraucht? Wer weiß, vielleicht beides.

Da besagen alle neutralen Berichte über Kuba, dass das Land das beste Bildungssystem in Amerika hat, vergleichbar mit Finnland und Schweden. Also weit besser als die USA und auch Deutschland. Das bestätigen UNO-Organisationen. Ein „diktatorisches Regime“ von dem Gysi schwadroniert, ist ein Regime gegen das eigene Volk. Aber ein solches Regime meidet Volksbildung wie der Teufel das Weihwasser. In den USA ist das Bildungssystem für die Masse des Volkes so schlecht, dass es gen Himmel stinkt. In einigen Bundesstaaten ist es sogar verboten in der Schule die Darwinsche Evolutionstheorie zu lehren, das gilt allein die Bibel als „wissenschaftslich“. Ein diktatorisches Regime? Gysi meint nicht.

Wenn er Fidel Castro mit dem kubanischen Diktator Batista auf eine Stufe stellt. So hat er noch nichts davon gehört, dass unter Batista die amerikanische Mafia Kuba zum US-amerikanischen Puff und Spielhölle deklassiert hatte.

Insbesondere im Bereich der Bildung und Gesundheit konnte Kuba Erfolge vorweisen. Außerdem hat Kuba demzufolge im Vergleich zum Rest Lateinamerikas und Teilen der restlichen Welt eine niedrigere Kindersterblichkeitsrate (nur 4,9 von 1000 Kindern sterben), höhere Lebenserwartung (79,3 Jahre – 4,6 Jahre mehr als durchschnittlich in Lateinamerika) und praktisch keinen Analphabetismus.

Kann man einem gebildeten Volk etwas vorgaukeln? Kann man es diktatorische regieren? Ich denke, das ist schwer möglich. Jedenfalls bisher waren alle wirklichen Diktatoren bildungsfeindlich und hielten ihr Volk in Unwissenheit. Im Gegensatz dazu steht aber Kuba.

Wenn Gysi Fidel Castro mit dem Faschisten Batista auf eine Stufe stellt, so ist das billigste Hetze. Weiß Gysi nicht, dass auf Kuba nach der Revolution die Mafia vertreiben hat und dafür von den USA – übrigens war es Kennedy, mit ein er Wirtschaftsblockade belegt wurde. Kuba wurde von fast allem abgeschnitten: von seinen Exportgüter, z.B. Zigarren, Zucker, Rum und es wurde auch keine Waren nach Kuba geliefert. Und das nicht nur aus den USA, sondern auch aus den Satellitenstaaten der USA – auch Deutschland. Das betrifft nicht nur Waffen oder anderes Kriegsgerät – was man noch nachvollziehen kann – vor allem wichtige Medikamente wurden nicht nach Kuba exportiert. Kuba antwortete mit eigenen Entwicklungen und exportiert jetzt schon einige Medikamente, so ein neues Medikament gegen Krebs.

Dass es viel Kraft erfordert, dieser Blockade zu widerstehen, versteht sich.

Oder Kuba hat das beste Gesundheitssystem Amerikas. Jeder hat Zugang dazu, ohne Rücksicht auf das Einkommen. Auch der Arbeiter auf der Zuckerrohrplantage – die nicht mehr der Mafia, sondern dem kubanischen Volk gehört – kann kostenlos den Arzt besuchen oder sich in Kliniken behandeln lassen.

Kubanische Ärzte waren die ersten, die auf Haiti nach dem schweren Erdbeben den Menschen halfen. Während deutsche Helfer – unter schweren Werberummel – ihre Sachen packten, waren Kubas Ärzte bereits im Einsatz.

Oder:

Am 29. August 2005 wurde New Orleans von Hurrikan Katrina den Südwesten der USA verwüstete und 1.800 Menschenleben forderte, der US-Präsiden George W. Bush sich den Teufel und die Opfer scherte, schickte Kuba Ärzte in des besonders vom Hurrikan betroffene New Orleans und half den Menschen so aus große Not.

Handeln so Diktatoren vom Schlage eines Batista?

Gysi hat jegliches Maß verloren, wenn er solch einen Blödsinn schwafelt. Ich weiß aus eigenem Kontakt zu ihm – während meiner Mitgliedschaft in der PDS dürfte ich sogar in seinem Dienst-BMW mit Chauffeur mitfahren, dass Gysi gern leeres Stroh drischt und schwafelt. So behauptete er damals, im Ruhrgebiet gäbe es keine sozialistische Tradition, wohl aber im Osten. Vor der Roten Ruhrarmee hatte er offenbar nie etwas gehört.

Oder sein Geschwafel zum zionistischen rassistischen Israel, dessen Zuneigung er wie die Merkel zur Staatsdoktrin machen will, ist ein ähnliches Geschwafel.

Aber bis zu einem gewissen  Grad konnte man Gysi erst nehmen. Nach den Kuba-Äußerungen nun nicht mehr. Das zeugt von Dummheit – zumindest – oder rotziger Frechheit. Aber was kümmert es die 1000-jährige Eiche, wenn sie ein räudiger Hund anpinkelt?

G.A.