Für die Bourgeoisie ist es natürlich vorteilhaft, wenn der wissenschaftliche Kommunismus seines revolutionären Geists beraubt wird, im Bewußtsein der Arbeiterklasse die Ideen der proletarischen Ideologie durch die bürgerliche Ideologie, die Konsumpsychologie, die Moral des Individualismus und des Nationalismus ersetzt werden.

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Sind die Linken in Russland Kommunisten – oder sind sie Antikommunisten?

Von Ljubow Pribytkowa (Russland)

In der Presse wird viel über die Linken, über eine linke Wendung usw. geschrieben. Mal werden Politiker als Linke und mal als Rechte bezeichnet. Und es ist nicht so einfach, sich da zurechtzufinden, wer nun ein Linker ist und wer ein Rechter.  Doch diese Einteilung gibt es ja schon seit langem. Während die Linken den Weg des gesellschaftlichen Fortschritts einschlagen, zieht es die Rechten in die Vergangenheit zurück, ihre Haltung ist reaktionär.

Aber im Leben ist oft alles komplizierter und verworrener. Manchmal ist es so, daß bei den Ansichten der Linken die Hoffnungen auf Vernunft nicht gerechtfertigt sind und Äußerungen rechter Aktivisten sich als realistischer erweisen. Und deshalb ist es – wenn man wissen will, wem man glauben, und wem man folgen kann – notwendig, bis zu den Wurzeln vordringen.

Marx und Engels erkannten die objektiven Gesetze der Gesellschaft

Die Wurzeln der gesellschaftlichen Entwicklung haben, dank ihrer langjährigen wissenschaftlichen Forschungen, zwei große Deutsche entdeckt: Karl Marx und Friedrich Engels. Sie erkannten die allgemeingültigen Gesetzmäßigkeiten des menschlichen Daseins – die objektiven Gesetze der gesellschaftlichen Entwicklung. Sie entdeckten die Gesetze der kapitalistischen Produktionsweise und die ihr innewohnenden antagonistischen Widersprüche. Und sie fanden heraus, daß der Übergang vom Kapitalismus zum Kommunismus, einer Ordnung der sozialen Gleichheit, mittels einer proletarischen Revolution unvermeidlich ist.

Der utopische Sozialismus eines Charles Fourier, eines Robert Owen oder Claude Henri de Saint-Simon, deren Schriften sehr wohl „viele geniale Gedankenkeime und Gedanken“ enthielten, wurde durch den wissenschaftlichen Kommunismus ersetzt. Bis heute sind die Werke von Karl Marx und Friedrich Engels, die im 19.Jahrhundert geschrieben und in viele Sprachen der Völker der Welt übersetzt wurden, unvermindert gefragt und populär. Heute herrscht auf der ganzen Welt der Kapitalismus, und deshalb haben die Erkenntnisse dieser großen Denker auch in unserem 21. Jahrhundert nichts an Wahrheitsgehalt und Aktualität eingebüßt.

Was wissen die Linken eigentlich vom Marxismus?

Oft bezeichnen sich junge Leute, die bislang nicht ein einziges Buch Marx und Engels in ihren Händen hatten, als „Linke“, und sie beschimpfen Kommunisten, die auf den Positionen des Marxismus stehen, als Dogmatiker. Da gibt es beispielsweise in Nowosibirsk so eine junge Hotelfachkraft namens Kirill Bragin, der im Bulletin der Gesamtrussischen gesellschaftlichen Bewegung „Trudowaja Rossija“ („Werktätiges Rußland“) den Marxismus als „geistige Versumpfung“ und die heutigen Marxisten als „flammende sektierische Geister“ bezeichnet. Er fordert sie auf, so schnell wie möglich auf den Marxismus zu verzichten. Und er ruft sie auf, eine „moderne linke Werndung“ zu vollziehen, um mit dem Sozialismus „zur Landung anzusetzen“. Er schreibt: „Ohne eine friedliche und legale Enthebung der führenden Schicht von der Macht … sind jegliche progressiven Veränderungen im Land unmöglich”.

Das Bulletin nennt sich „Werktätiges Rußland“ und von Ausgabe zu Ausgabe wird darin solch ein antikommunistischer Schwachsinn verbreitet über irgendwelche abstrakten, linken Wendungen – doch über die Probleme der Arbeitskollektive, die sich verschärfenden Widersprüche zwischen Kapital und Arbeit und den beginnenden Kampf der Arbeiterklasse fällt nicht ein einziges Wort. Erfreulich ist daran nur: Der Hund bellt – und der Wind verweht es.

Wie der Herr Kümmelmann die Wirtschaft retten will…

Der Aufruf der Opportunisten zu einer sogenannten „linken Wendung“ ist für die Bourgeoisie eine attraktive Form des Antikommunismus. Am meisten verbreitet ist in Europa und in Rußland die Konzeption eines „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“, deren Ideen in Rußland durch die Sjuganowsche KPRF aktiv verbreitet werden. Akademiemitglied S.A.Kümmelmann im Artikel „Ein Zustand vor dem Infarkt. Wie ist die Wirtschaft zu retten – Drehbuch und Empfehlung.“ („Vaterländische Aufzeichnungen“, № 7, 2015) schreibt: „Uns erwartet ein schwieriger, möglicherweise langwieriger Weg des Hineinwachsens in den Kapitalismus, der in China schon seit 15-20 Jahren beschritten wird, den ich den Kapitalismus mit sozialistischem Gesicht genannt hätte.“

Professor J.Katschanowski träumt in seinem Artikel „Gesellschaftsvertrag“ davon, daß es in unserem Land eine gute Marktwirtschaft gibt, und keinen räuberischen Kapitalismus. Weiß er denn wirklich nicht, daß Markt und Kapitalismus  Synonyme sind, und der Kapitalismus im Prinzip nur ein räuberischer sein kann. Er bedauert, daß „in Rußland die herrschende Klasse auf keine Weise eine zivilisierte Konkurrenz und die zivilisierte Beilegung von Konflikten lernen kann“.

So unterstützt die KPRF den Kapitalismus…

Und das Mitglied der Fraktion der KPRF S.I.Alfjorow schrieb in der Zeitung „Sowjetskaja Rossija“ zur Eröffnung der VII. Staatsduma: „Die Autorität der Staatsduma können wir wieder herstellen, wenn wir ein richtiges Parlament haben werden.” Der „Kommunist“ Alfjorow ist besorgt um die Autorität der bürgerlichen Macht, ein weltberühmter Wissenschaftler und dabei ein Politiker von erschütternder Naivität.

Der Führer der KPRF Gennadij Sjuganow und seine gelehrten Kampfgenossen mit angeblich sozialistischer Orientierung, nennen das nur noch „Kapitalismus mit sozialistischem Antlitz“, „Großmachtsozialismus“ und „russischer Sozialismus“. Und die Fraktion der KPRF in der Staatsduma hat nichts anderes zu tun, als Programme zu entwickeln, wie die bürgerliche Ordnung vervollkommnet werden kann, damit sie im 21. Jahrhundert für das Volk attraktiver wird.

Der lateinamerikanische „Weg zum Sozialismus“

Die Konzeption eines „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ fand besonders auch bei den Linken in Südamerika große Verbreitung. In Venezuela wurde sie von Hugo Chávez gepredigt. Und der Präsident von Ecuador, Rafael Correa, sagte: „Wir glauben nicht an den Klassenkampf und den dialektischen Materialismus. Wir halten es für opportun,  innerhalb der bestehenden Strukturen auf demokratischem Weg radikale sozialistischen Veränderungen durchzuführen.“ Noch so ein Utopist. Solche gibt es heute wie Sand am Meer…

In Europa wurde ein Land schon sozialistisch genannt, wenn es der Regierung gerade mal ein bißchen gelungen war, die Lebensqualität der Bevölkerung im Vergleich zu den Nachbarländern zu erhöhen. Es gab eine Zeit, da war der Mythos über die Existenz eines sogenannten „schwedischen Sozialismus“ sehr verbreitet, so daß es sich Sjuganow zum Beispiel nahm…

Der Renegat Eduard Bernstein würde vor Neid erblassen

Die Linken nennen den „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ einen „erneuerten Sozialismus“. Doch seine Losungen und Grundlagen sind eigentlich schon im 19. Jahrhundert entstanden. Der bekannte Publizist Stephan Gowans erinnert in seinem Artikel „Der Sozialismus des 21. oder des 19. Jahrhunderts?“ seine Leser an den geistigen Widersacher von Karl Marx – an Eduard Bernstein, der Ende 19. Jahrhundert übereifrig gegen die marxistische Theorie des Klassenkampfes auftrat, die Notwendigkeit der Liquidierung des Privateigentums, die Unvermeidlichkeit einer sozialistischen Revolution und die Diktatur des Proletariats ablehnte. Mit seinem Konzept eines „evolutionären Sozialismus“ predigte er eine kleinbürgerliche Demokratie, trat für Reformen und Kompromisse ein, um die Lage der Arbeiter im Kapitalismus allmählich „zu verbessern“.

Die proletarische Revolution 1917 in Rußland hat die Richtigkeit der Ideen von Karl Marx und die Haltlosigkeit der  revisionistischen Positionen Bernsteins bewiesen. Doch die Konterrevolution in der UdSSR Ende des 20. Jahrhunderts aktivierte die Anhänger Bernsteins erneut.

Gennadi Sjuganows kleinbürgerlicher marktwirtschaftlicher „Sozialismus des 21. Jahrhunderts“ unterscheidet sich in seiner Vielschichtigkeit, in der Vereinbarkeit von privatem und gesellschaftlichem Eigentum, in der abstrakten Volksherrschaft und orthodoxen Geistigkeit nur in unwesentlichen Details vom „Sozialismus des 19. Jahrhunderts” Bernsteins. Im Gegenteil: Bernstein könnte sogar neidisch sein auf den raffinierten, verfeinerten modernen Revisionismus der Sjuganowisten.

Die Fälscher und die „Weiterentwickler“ des Marxismus

Mit der Zerstörung des sozialistischen Weltsystems, mit der beginnenden Krise in der kommunistischen Bewegung hatder Druck der Bourgeoisie auf die Marxisten im ideologischen Kampf  nicht nachgelassen. Die Zahl der antikommunistischen Forschungszentren in den USA und Europa hat sich nicht verringert. Und unter der Herrschaft der Bourgeoisie sind in Rußland eine Unmenge von Zentren und Stiftungen entstanden, die es sich angeblich zur Aufgabe gemacht haben, den Marxismus unter den neuen Bedingungen weiterzuentwickeln. Da gibt es eine Konferenz nach der anderen, es werden Kongresse durchgeführt und „marxistische Lesungen“.

Hinter der erklärten Absicht, den Marxismus weiterzuentwickeln, verbirgt sich seine Revision. Und für die Bourgeoisie ist es natürlich vorteilhaft, wenn der wissenschaftliche Kommunismus seines revolutionären Geists beraubt wird, und im Bewußtsein der Arbeiterklasse die Ideen der proletarischen Ideologie durch die bürgerliche Ideologie, die Konsumpsychologie, die Moral des Individualismus und des Nationalismus ersetzt werden. Der Marxismus wird geschickt verflacht und verzerrt. An der Verführung des Proletariats durch die Bourgeoisie arbeiten unter irgendwelchen patriotischen oder kommunistischen Bezeichnungen bewußt oder unbewußt viele linke Gruppierungen mit.

Antikommunismus und „linke“ Lügen

Nehmen wir beispielsweise die langjährige Aushöhlung des Druckorgans der RPK (Russische Partei der Kommunisten) „Stimme des Kommunisten“. In dieser Zeitung gibt es fast keinen Artikel eines Marxisten. Darin schreiben hauptsächlich linke Persönlichkeiten über eine linke Wendung, einen linken Kurs… Und die Beziehung zu Stalin ist ausschließlich negativ, überall wird er Lenin entgegengesetzt. Der Ideologe der Partei, Joseph Abramson, behauptet, daß „Lenin bestrebt war, die Werktätigen selbst an die Macht zu bringen, so Stalin strebte in ihrem Namen nach der Macht über die Werktätigen”.

Der Autor ist kein Dummkopf. Er nichts kann dem nichts entgegenhalten, daß das sowjetische Volk in den 30 Jahren des Landes unter der Führung Stalins, als erstes in der Welt einen mächtigen Arbeiter- und Bauern-Staat geschaffen hat, der in den Jahren des Großen Vaterländischen Krieges den Faschismus zerschlug. Doch er betont, daß „die RPK die Massenrepressalien, die vom Regime Stalins durchgeführt wurden, scharf verurteilt“. Damit wiederholt er Chruschtschows Lügen.

Abramson würde die modernen Reformisten gerne mit den orthodoxen Marxisten der Russischen Kommunistischen Arbeiterpartei / KPdSU und dem Bündnis „Rot Front“ vereinigen. Als Lenin dazu aufrief, die taktischen Fragen mit den Opportunisten gemeinsam zu lösen und getrennt zu marschieren, so korrigiert er Lenin dahingehend: „Zusammen zu bleiben, nebeneinander zu marschieren“. Für ihn sind sowohl Marx, als auch Lenin, mit ihrem Aufruf des schonungslosen Kampfes gegen den Opportunismus veraltet.

Über Roger Garaudy und Enver Hoxha

Jetzt verteilt die Redaktion der Zeitung im ganzen Land das Buch des französischen Revisionisten Roger Garaudy „Der Marxismus des 20. Jahrhunderts“, der in 1970 wegen seines Treuebruchs und Verrats der Sache der Arbeiterklasse aus der Französischen Kommunistischen Partei ausgeschlossen wurde. Die Internetplattform der Bourgeoisie „Wikipedia“ schreibt über Roger Garaudy, als über einen Menschen, der seine Überzeugungen wie die Hemden wechselte. Er war Kommunist und Atheist, später wurde er zum überzeugten Christen, und zum Lebensende konvertierte er zum Islam. Ist denn der Vertrieb der Bücher der Feinde des Marxismus etwa keine direkte Unterstützung für die Bourgeoisie im ideologischen Kampf?

Auf einer solchen opportunistischen Position steht auch die „Proletarische Zeitung“. Während ständig interessante historische Materialien über den Kampf der Revolutionäre und der Leninschen Bolschewiki für die Sache des Volkes veröffentlicht werden, wird hier zugleich von Ausgabe zu Ausgabe die Bemerkung des Führers der Albanischen Partei der Arbeit, Enver Hoxha, wiederholt, der erklärt hatte, daß in der UdSSR nach dem Tode Stalins eine bürgerliche Konterrevolution geschehen sei, „die sowjetische Bourgeoisie“ die Macht im Land übernommen und eine „sozial-imperialistische Großmacht“ errichtet habe. In tausendfacher Auflage hat die Redaktion ihre antisowjetischen Broschüren mit bis zur Vulgarität vereinfachten Erläuterungen über die Abweichungen der Politik Chruschtschow vom sozialistischen Aufbau verlegt. Der Schaden, der damit im Bewußtsein junger Arbeiter angerichtet wurde und wird, ist keineswegs gering. Eine vulgäre Interpretation der Ereignisse ist schlimmer noch, als eine offenkundige Lüge über den Sozialismus in der UdSSR.

Alexej Proskurin – ein nazistischer Demagoge

In Moskau erscheint eine „Wirtschaftlich-philosophische Zeitung“. Deren Chefredakteur, Alexej Proskurin, nennt sie „die Zeitung der linken Intellektuellen“. Angeblich werde in ihr die sowjetische Vergangenheit absolut nicht in den Dreck gezogen, und die Autoren seien vom heutigen Rußland durchaus nicht begeistert. Ihr Traum sei „ein verbesserter Sozialismus“ – eine solche demokratische Gesellschaft, in der die Wölfe satt werden und die Schafe am Leben bleiben. 

Der Redakteur der Zeitung ist ein talentierter Konjunktur-Ritter und Demagoge. Er hat die bürgerliche Losung des Pluralismus übernommen, veröffentlicht in seiner Zeitung sowohl die alten Marxisten, als auch Sjuganowsche Pseudo-Marxisten und Antikommunisten. Er bezweckt damit die Vermischung gegensätzlicher Ideen, um im Bewußtsein der Menschen die Tatsache zu verschleiern, daß es im heutigen Rußland antagonistische Klassen gibt, deren grundlegenden Interessen miteinander unversöhnlich sind und deren Ideologien einander feindlich gegenüberstehen. Und er selbst ist stolz darauf, daß er die Geschichte und den heutigen Tag nicht einseitig sieht: „Und überhaupt, aus meiner Sicht, sind die tschekistischen Kommissare, die Häftlinge im Namen eines großen Ziels durch Genickschuß töteten, kaum abscheulicher, als respektable Geschäftsleute, die zwangsprostituierte Kinder zur Unterhaltung in die Klubs der reichen Perversen liefern.“

Die Entlarvung eines „linken“ Nazis

Das Wesen dieses „linken Intellektuellen“ wurde aufs Äußerste entlarvt, als 2014 in der Ukraine die Faschisten an die Macht kamen. Im Artikel „Auch in Moskau gibt es Verteidiger der ukrainischen Neonazis“ (http://www.love-cccp.ru) schrieb ich, daß Proskurin den faschistischen Putsch als „’Tag des Sieges’ auf dem Majdan“, als „soziale Revolution“, und die in der Ukraine herrschende Neonazi-Macht als „bürgerlich-demokratische Kräfte“  bezeichnet hatte. Er verglich die Machtergreifung durch die Bandera-Faschisten sogar mit den „freiheitsliebenden Traditionen Schlacht von Saporoshe“.

Und Julia Timoschenko, wie auch die anderen Anführer der faschistischen Junta, nannte er „normale konservative Politiker“. Nur wird mit dieser, seiner wohlgeneigten Einschätzung in keiner Weise der die ganze Welt umfliegende Ausspruch dieser Reaktionärin verbunden: „Ich werde, sobald ich kann, den ganzen Frieden beenden, damit von diesem Rußland weiter nichts als verbrannte Erde übrig bleibt! Man muß sie mit Atomwaffen erschießen!“

Herrn Proskurin wird man wohl kaum der Unwissenheit bezichtigen können. Er ist keineswegs blind; er stellte sich bewußt auf die Seite der ukrainischen Neofaschisten, so wie einst Wlassow und Stepan Bandera in die Reihen der Hitlerarmee eintraten. Nicht zufällig erschien auf den Seiten der Zeitung „Jung-Gardist“ in der Stadt Brjansk (2016, № 39) der vernichtende analytische Artikel von Jakob Kobin „Das Epigonentum eines kleinen Judas“ über das antisowjetische, und im Grunde antikommunistische Wesen Alexej Proskurins und seiner Zeitung.

Und was sagte Lenin über die Einheit der Linken?

Leider sind viele heute gegen eine Kritik der Opportunisten in der kommunistischen Bewegung, und sie treten für die Einheit aller Linken ein. Sie begreifen nicht, daß es ohne ideologischen Kampf in der Arbeiterbewegung, ohne Kenntnis der marxistischen Theorie, jegliche wirtschaftlichen und politischen Protestaktionen ohne Bedeutung sein werden. Bereits 1914 schrieb Lenin in seinem Artikel „Einheit“: „Die Einheit ist eine große Sache und eine große Losung! Doch die Arbeitersache braucht die Einheit unter den Marxisten, nicht aber die Einheit der Marxisten mit den Gegnern und Verfälschern des Marxismus. (W.I. Lenin, Werke, Dietz Verlag Berlin, 1961, Bd. 20, S.228)

Der Marxismus ist ein wissenschaftlicher Kommunismus. Und die Arbeiter sollen sich zu ihm verhalten, wie zu einer Wissenschaft. Sie sollen studieren, studieren, und noch einmal zu studieren! Das ist natürlich schwierig. Aber es gibt keinen anderen Weg!

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Anmerkung Roter Webmaster:

Die Einschätzung der Genossin Ljubow Pribytkowa über Genossen Enver Hoxha teile ich nicht. Man muss sich – sicherlich auch kritisch – mit dem Werk des Genossen Enver Hoxha befassen und man kann dessen Haltung nicht auf den einen Punkt beschränken und man muss sich genauer auseinander setzen. So erhebt sich die Frage, welche Klasse in der Sowjetunion nach dem 20. Parteitag und der Usurpation der Macht in der UdSSR durch die modernen Revisionisten, die herrschende Klasse war? Die Arbeiterklasse mit Sicherheit nicht. Mit Feindschaft zur UdSSR hat das nichts zu tun, sondern mit ml-Klassenanalyse und mit Bekenntnis zu den revolutionären Traditionen der KPdSUJ und der Lehren Lenins und Stalins.

Im Übrigen: Enver Hoxha war einer der erste Parteiführer, der den Verrat Chruschtschoews und der modernen Revisionisten erkannte und aktiv bekämpfte – ganzh in Gegensatz zur KP-Chinas, deren Vorsitzender Mao Tsetung noch 1956 in seiner Schrift „Über die richtige Behandlung der Widersprüche im Volke“ von hundert Blumen blühen nebeneinander und hundert Meinungen – auch bürgerlichen – die miteinander friedlich und gleichberechtigt streiten und  und in der er verkündete, dass es  zwischen Arbeiterklasse und der sog. nationalem Bourgeoisie keine antagonistischen Widersprüche, schadronierte.

G.A.