Ebenfalls im Jahr 2003 (er ist 19 Jahre alt) wechselt Snowden seine Tätigkeiten. Er ist jetzt schließlich bei der CIA im IT-Bereich. Ohne Oberschulabschluss. Ist er ein junges Computergenie?

DER NSA-ABTRÜNNIGE:

GIBT ES SCHWERE BRÜCHE

IN ED SNOWDENS STORY?

Jon_Rappoport

von Jon Rappoport

Übersetzung von Jens-Torsten Bohlke

San Diego, 10. Juni 2013, Website von Jon Rappoport. – ww.nomorefakenews.com Erstens habe ich zurzeit keinerlei Zweifel an den Unterlagen, die Ed Snowden vorgelegt hat. Ich zweifle nicht am Ausmaß der NSA außerhalb aller Gesetze beim Ausspionieren von US-Amerikanern und Menschen in aller Welt.

Aber ich stelle Fragen darüber, wie diese jüngsten Enthüllungen sich ereigneten, und ob Ed Snowdens Story stimmt.

Kann Snowden ein außergewöhnlicher Zugriff zu vertraulichen Informationen für längere Zeit gewährt worden sein? Konnte er

a) ein ehrlicher Mensch sein und dazu noch

b) ein Kerl sein, der eingesetzt wurde, um das zu machen, was er jetzt tut?

Sollte b) stimmen, dann passt Snowden bestens. Er wollte tun, was er gerade tut. Er lügt darüber derzeit nicht herum. Er meint, was er sagt.

Belassen wir es dabei. Und schauen wir auf Ed Snowdens von The Guardian veröffentlichten Entwicklungsweg.

Im Jahre 2003 mit damals 19 Jahren schreibt sich mit nicht mal Oberschulabschluss (ohne US-high school diploma) Snowden in die US Army ein. Er beginnt ein Ausbildungsprogramm  für den Einsatz bei den Sondereinsatzkräften.

Dieser Ablauf ist nicht schlüssig. An welchem Punkt seiner Entwicklung nach dem Einschreiben in die US Army kann ein Rekrut dieses Ausbildungsprogramm durchlaufen? Muss er nicht ein paar außergewöhnliche Fähigkeiten nachweisen, bevor die Sondereinsatzkräfte ihn in ein solches Ausbildungsprogramm übernehmen?

Snowden bricht sich beide Beine in einer Übung in der Ausbildung. Er wird aus der US Army entlassen.

Geschah dies automatisch? Warum gab es keine Heilung mit anschließender Wiederaufnahme des Dienstes in der US Army in seinem Fall?

Etliche Fragen bleiben offen.

Wenn er für das Ausbildungsprogramm für die Sondereinsatzkräfte angenommen wurde, weil er besondere Computerkenntnisse hatte, – warum entlässt man ihn dann einfach, nur weil er sich beide Beine gebrochen hatte?

Um 2003 (Wie bitte?) erhält Snowden eine Anstellung als Sicherheitskraft bei der Einrichtung der NSA an der Universität von Maryland.

Wollte er speziell für die NSA arbeiten? War das ein normales Stellenangebot, welches er damals fand?

Ebenfalls im Jahr 2003 (Wie bitte?) wechselt Snowden seine Tätigkeiten. Er ist jetzt schließlich bei der CIA im IT-Bereich. Ohne Oberschulabschluss.

Ist er ein junges Computergenie?

Im Jahr 2007 wird Snowden nach Genf entsandt. Da ist er gerade mal 23 Jahre alt. Die CIA gibt ihm dort eine Tarnung als Diplomat. Sie überträgt ihm die Verantwortung für das Betreiben der computergestützten Netzwerksicherheit. Das ist eine höhere Funktion in der CIA. Anscheinend hat er Zugang zu einem breiten Spektrum vertraulicher Unterlagen.

Klingt das nicht etwas eigenartig? Wieder ergeben sich Fragen. Er ist doch noch ein Kind. Mag sein, dass er jetzt sein nach der Schule noch erworbenes Abitur hat. Falls nicht, dann hätte er immer noch keinen Oberschulabschluss, kein Diplom einer High School.

Snowden äußert, dass während seiner Zeit in Genf einer der Vorfälle, die ihm bezüglich der CIA sauer aufstießen, das „Drehen eines schweizerischen Bankiers“ gewesen ist. Eines Abends machten die CIA-Leute einen Bankier betrunken. Sie ermutigten ihn, nach Hause zu fahren. Der Bankier wurde verhaftet. Die CIA half ihm aus der Klemme. Nachdem sie diese Brücke zu ihm geschlagen hatten, brachten sie den Bankier wohl so weit, dass er vertrauliche Bankgeheimnisse an die CIA offenbarte.

Ist Snowden so naiv? Dass er zu diesem Zeitpunkt nicht weiß, dass die CIA derlei ständig betreibt? Er ist schockiert? Er hat „dafür nicht angeheuert“?

Im Jahr 2009 verlässt Snowden die CIA. Warum? Angeblich, weil er desillusioniert ist. Anzumerken ist, dass Snowden behauptet, dem gesamten Geheimdienstwesen der USA im Jahr 2008 sehr schweren Schaden zufügen zu können, sich jedoch abzuwarten entschied, weil er dachte, Obama würde als angehender US-Präsident gute Veränderungen vornehmen.

Nachdem Snowden zwei Jahren für die CIA in Genf tätig gewesen war, soll er wirklich die Fähigkeit besessen haben, das gesamte Geheimdienstnetzwerk der USA oder einen Großteil davon lahmzulegen? Soll er soviel Zugang zu den vertraulichen Daten gehabt haben?

Wie dem auch sei, im Jahr 2009 verlässt Snowden die CIA und wird nun für ein privates Vertragsunternehmen des Verteidigungswesens der USA arbeiten. Scheinbar weiß er zu dieser Zeit alles über den verlogenen Krieg der USA im Irak. Und dennoch entscheidet er sich, für eine Branche zu arbeiten, die pausenlos solche Kriege fördert. Da mache man sich mal bitte einen Reim drauf!

Jenes Vertragsunternehmen des US-Verteidigungswesens (unbewaffnet) setzt ihn für eine Tätigkeit an einer Einrichtung der NSA in Japan ein. Ganz bestimmt begreift Snowden, was die NSA ist. Er weiß, dass sie ein Schlüsselelement des gesamten militärischen geheimdienstlichen Netzwerks der USA ist. Folglich eines Netzwerks, welches er ablehnt.

Aber bei all dem nimmt er diese Tätigkeit an. Vielleicht macht er dies, damit er weiteren Zugang zu vertraulichen Daten bekommen kann, bevor er in die große Trompete bläst. Vielleicht.

Snowden arbeitet des Weiteren für zwei private Vertragsunternehmen im Verteidigungswesen der USA, Dell und Booze Allen Hamilton. Bei dieser späteren Tätigkeit wird Snowden wieder dafür bestimmt, bei der NSA zu arbeiten.

Er ist ein Außenseiter. Aber er behauptet, so viele sensible Daten der NSA zu haben, dass er an einem einzigen Tag das gesamte geheimdienstliche Netzwerk der USA lahmlegen kann. Hmm!

Das sind die rotgeflaggten Punkte. Sie lassen Fragen aufkommen. Schwerwiegende problematische Fragen.

Wenn The Guardian, dessen Leute so engen Zugang zu Snowden haben, diese Probleme erhellen will, dann dürfte The Guardian mit einigen interessanten Antworten aufzuwarten haben.

Nochmals, ich zweifle derzeit nicht daran, dass die von Snowden vorgelegten Unterlagen echt sind. Ich muss annehmen, dass sie echt sind. Und ganz bestimmt zweifle ich nicht an dem Umfang, an der Macht und am verbrecherischen Wesen der NSA.

Obgleich ich sicher bin, dass mir jemand schreiben wird, dass ich die NSA verteidige. ICH VERTEIDIGE SIE NICHT.

Aber wenn Snowden in seiner Laufbahn gelenkt wurde, ohne dies zu wissen, um an diesen Punkt zu gelangen, dann haben wir hier eine ganz neue Story. Wir haben eine Story über unbekannte Kräfte, die das sich Darstellende geschehen lassen wollten.

Wer würden diese Kräfte wohl sein? Ich könnte dazu eine Menge Vermutungen anstellen. Aber dies wären lediglich Vermutungen.

Vielleicht können all die Abnormitäten in der Laufbahn des Ed Snowden mit gescheiten Antworten erklärt werden. Ich erkenne dies an. Aber bis sie aufgeklärt sind, stelle ich die Fragen. Und ich lasse sie im Raum stehen.

Jon Rappoport*

*Näheres zu Jon Rappoport:

Anmerkung des Übersetzers

Der Autor der beiden explosiven Sammelbände Matrixprogrammierung 101: Logik zerstören und Exit from the matrix, siehe auch http://unzensiert.zeitgeist-online.de/2013/01/23/matrixprogrammierung-101-logik-zerstoren-von-jon-rappoport/ … des Weiteren kandidierte Jon Rappoport 1994 mit wenig Mitteln für den Kongress der USA im 29. Distrikt Kaliforniens und erzielte 20% der Wählerstimmen.

1996 startete er die Kampagne „Der große Boykott“ gegen acht Konzerne der chemischen Industrie: Monsanto, Dow, Du Pont, Bayer, Hoechst, Rhone-Poulenc, Imperial Chemical Industries und Ciba-Geigy. Diese Kampagne läuft auch heute noch weiter.

Er wurde für den Pulitzer Preis nominiert und ist seit 30 Jahren als freischaffender investigativer Publizist tätig. Er schrieb Artikel über politische Themen, Medizin und Gesundheit für CBS Healthwatch, LA Weekly, Spin Magazine, Stern, Village Voice, Nexus und andere Zeitungen und Zeitschriften in den USA und in Europa. Jon hat Vorlesungen und Seminare über politische Themen, Gesundheit, Logik und kreative Kraft vor Publikum in aller Welt gehalten. So zu Verschwörungen und Verschwörungstheorien, alternativer Gesundheit, dem Potential der menschlichen Vorstellungskraft, der Gedankenkontrolle, dem Medienkartell, der Symbolik sowie Lösungen angesichts der Übernahme der Weltherrschaft durch die vor der Öffentlichkeit versteckten Eliten.

Jon Rappoport referierte umfassend quer durch die USA über die Frage „Wer beherrscht die Welt, und was können wir angesichts dessen tun?“

In den letzten 10 Jahren war er weit entfernt vom Mainstream tätig und erklärte dazu „Meine Recherchen waren nicht freundlich gegenüber den konventionellen Medien“. Er ist auch namhaft als Maler. Seine Gemälde sind in Galerien in Los Angeles und New York ausgestellt worden. Des Weiteren dichtet er. Seine Gedichte wurden in The Massachusetts Review veröffentlicht. Er ist Absolvent des Amherst College (BA, Philosophie). Jon Rappoport lebt mit seiner Frau Dr. Laura Thompson in San Diego, Kalifornien, USA.

Für seine Newsletter kann man sich hier eintragen: www.nomorefakenews.com

Quellen:

http://jonrappoport.wordpress.com/2013/06/10/nsa-leaker-are-there-serious-cracks-in-ed-snowdens-story/

http://jonrappoport.wordpress.com/about/

Anmerkung Roter Webmaster

Alles ist längst bekannt

Als die Affäre um Snodons Enthüllungen ruchbar wurde, wunderte ich mich. Ich hatte – ich glaube in den 90er Jahren, wahrscheinlich im Spiegel gelesen, dass das NSA in großem Maßstab Spionage betreibt und zwar Wirtschaftsspionage und, dass europäische, vor allem deutsche, Unternehmen deshalb besorgt sind. Man gab damals, wenn ich mich recht erinnere, auch Beispiele kund, wie US-Unternehmen durch diese Wirtschaftsspionage Produkte so eben vor deutschen Konzernen auf den Markt brachten und die deutschen Manager sich das nur durch Wirtschaftsspionage erklären konnten.

Ws also ist neu an dem, was Snowden brachte – eigentlich nichts. Wenn jetzt unsere Regierung hektische Aktivitäten entwickelt, so ist das nur wieder mal Schaulaufen und künstliche Empörung. Man weiß das alles längst.

Ist Snowden ein Fake, dann erhebt sich allerdings die Frage, wem nützt sein Auftreten, seine Enthüllungen?

Eine Frage, die ich nicht beantworten kann.

G.A.