Die „Diskurse“ wurden nicht aus Selbstzweck geführt, sondern um das theoretische Schwert der Partei zu schärfen, dass dann zur Waffe in den Klassenkämpfen und so zur materiellen Gewalt wurde.

RevisionismusAnmerkung Roter Webmaster zum „Offenem Brief“ des revisionistischen  „Netzwerk kommunistischer Politik“

Feinde des Kommunismus gehören nicht in eine Partei, die sich kommunistisch nennt

Von Günter Ackermann

Dass in der DKP sich gestandene Feinde des Kommunismus tummeln, ist jeden Genossen eigentlich seit Jahren klar. Die ganze ehemalige DKP-Führung unter Heinz Stehr[1] und seiner Nachfolgerin Bettina Jürgensen, ebenso ein großer Teil der Funktionsträger der Partei, gehören versteckt oder offen zum revisionistischen Flügel der DKP.

Stehr lobt 2004 die irakischen „Kommunisten“, die sich an der Übergangsregierung von Gnaden der USA beteiligte und das auch noch in einer Zeit, als die USA und die Truppen der Quisling-Regierung die Stadt Faludscha mitsamt der Bewohner platt machten.[2]

So auch der in der DKP einflussreiche, inzwischen verstorbene, Robert Steigerwald* war Revisionist, aber auch Bezirksvorsitzende oder der ehemalige stellvertr. Chefredakteur der Parteizeitung UZ, Ulrich Sander, sind Revisionisten. Deren Krakenarme gehen weit über das revisionistische sog. „Netzwerk kommunistischer Politik“ hinaus, das revisionistische Gift ist in vielen Hirnen, auch der ehrlichen und kämpferischen Kommunisten innerhalb und außerhalb der DKP.

Jetzt haben die Netzwerker einen offenen Brief an den DKP-Vorstand[3] geschrieben und haben damit offen gesagt, um was es ihnen geht:

Die Definition der DKP als „marxistisch-leninistische Partei“, einem Symbol für ein zentralistisches Parteikonzept ohne lebendigen wissenschaftlichen Diskurs, wurde festgezurrt.“

Dass es eine Frechheit ist, Marxisten-Leninisten zu unterstellen, keinen lebendigen wissenschaftlichen Diskus zu wollen, sei festgestellt. Die kommunistische Literatur der Vergangenheit und Gegenwart ist voll von solchen „Diskursen“. Man sehe sich nur die diversen Programme der kommunistischen Parteien an, die Schriften von Marx und Engels und vor allem auch Lenins und Stalins, aber auch die Geschichte der marxistisch-leninistischen KPD in Deutschland sind Beweise hierfür. Die „Diskurse“ wurden nicht aus Selbstzweck geführt, sondern um das theoretische Schwert der Partei zu schärfen, dass dann zur Waffe in den Klassenkämpfen und so zur materiellen Gewalt wurde.

Natürlich konnte z.B. die sowjetischen KPDSU sich in der Kriegszeit oder in der unmittelbaren Zeit danach, als das Land wieder aufgebaut werden musste, nicht in ermüdende Diskussionen verstricken, hier musste gehandelt werden und man handelte sehr erfolgreich. Immerhin unter Stalin vernichtete die Rote Armee den Nazi-Faschismus, schuf in der Nachkriegszeit ein starkes sozialistisches Lager mit einer UdSSR an der Spitze, vor dem die Imperialisten zitterten.

Die Erfolge der Bewaffnung der Roten Armee mit Waffen, die den Weltherrschaftsambitionen der USA-Imperialisten einen Riegel vor schoben, die Erfolge der Weltraumtechnik usw. gehen auf die geniale Führung Stalins zurück. Chruschtschow tat nichts dafür, er ruhte sich auf den Lorbeeren Stalins aus und schwang sein loses Maul.

Nach dem Tod Stalins und der Machtübernahme der Revisionisten, wurde keine grundlegenden Diskussionen mehr geführt. Die berühmt-berüchtigte Rede Chruschtschow am 20. Parteitag wurde geheim gehalten – eine Diskussion gab es nicht, man dekretierte in  der SED von oben z.B. Stalin sei ein großer Kommunist gewesen, aber kein Klassiker des Marxismus-Leninismus“. Zweifel und kritische Nachfragen waren nicht erwünscht.

Das, was die „Netzwerk“-Revisionisten den Marxisten-Leninisten vorwerfen, nämlich keinen „lebendigen wissenschaftlichen Diskurs“ zu führen, ist  typisch für die Zeit nach dem 20. Parteitag der KPDSU. Es wurde nur noch dekretiert.

Eine der Unterzeichnerinnen des „Offenen Briefes“ ist Ellen Weber. Sie ist eine Alt-Funktionärin, die schon damals in der schon revisionistischen illegalen KPD, eine Rolle spielte. Ellen Weber vertrat bei einer Veranstaltung der DKP vor einigen Jahren in Duisburg doch ernsthaft die Meinung, die DKP habe die Fehler, die die SED oder die anderen Parteien an der Regierung, die im sozialistischen Lager gemacht wurden, nicht begangen, somit mit den Fehlern ihrer ehemaligen Bruderparteien in den Regierungen nichts zu tun habe. Das ist „lebendiger wissenschaftlicher Diskurs“ nach Strickart der Revisionisten.

Sie verstehen darunter Anpassung an die Herrschenden und totale Sozialdemokratisierung der Partei. Allerdings sind die Plätze schon von der Linkspartei und vom Original, der SPD, besetzt. Eine Kopie der Linkspartei ist so unnütz wie ein Kropf, schon allein deshalb, weil die Linkspartei selbst eine Kopie der SPD ist. Eine DKP mach den Wünschen des Herrn Leo Mayer und Anhang wäre noch unnützer. Nur die Bourgeoisie hat Gewinn davon.

Ich meine allerdings, es ehrt die heutige Mehrheit der DKP-Führung unter Patrick Köbele einen marxistisch-leninistischen Kurs fahren zu wollen. Aber das geht nur, wenn sie den revisionistischen Ballast abwerfen. Subjekte wie Leo Mayer, Heinz Stehr, Ulrich Sander u.v.a. sind keine Kommunisten, ja Feinde des Kommunismus und gehören auch nicht in eine Kommunistische Partei, die ihren Namen verdient.

Sicher wird das die DKP erstmal etwas personell schwächen, aber die revolutionären Mitglieder der DKP können sich dann den wichtigen Fragen der Klassenkämpfe widmen und müssen sich nicht mit den ständigen antikommunistischen Wadenbeißereien der Revisionisten beschäftigen. Das wird den personellen Verlust bald ausgleichen, die DKP würde zur Heimat vieler versprengter Genossen werden.

So, wie die Trennung der Bolschewiki von den Menschewiki die Grundvoraussetzung für den Sieg des Roten Oktober war, war die Trennung von Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg, Leo Jogiches, Franz Mehring u.a. durch die KPD-Gründung – zwar viel zu spät – eine Stärkung der revolutionären Kräfte in Deutschland. So wird auch die Trennung von Kommunisten und Revisionisten und die Überwindung des modernen Revisionismus die kommunistischen Kräfte in Deutschland stärken.

Die kommunistische DKP-Führung muss den Mut dazu haben und konsequent handeln – wenn sie das will – oder kann.

G.A.

 



[1]  Stehr, damals 2004 Parteichef der DKP, lobte die IKP, trotz, dass in der US-abhängigen Quisling-Regierung mit machte.

[2]  Siehe „Quisling unter Quislingen“ siehe und „Bilder des Grauens: Faludscha im November 2004“ siehe

*  Haltet den Dieb oder Wie Robert Steigerwald Stalin und den Aufbau des Sozialismus verunglimpft und die Geschichte fälscht, Von Günter Ackermann/Januar 2008 siehe

[3]  „Aktuelle Herausforderungen annehmen – Kommunistische Politik entwickeln“ siehe