DER HERREN LIEBLING SIND IHRE ARMEEN … (Floh de Cologne)

gegen-us-imperialismus_01Obama will weiterhin die Weltöffentlichkeit zum Narren halten – die Ereignisse in der Ukraine sprechen eine deutliche Sprache

HEUTE MEHR DEMOKRATISCH GEWÄHLTE REGIERUNGEN WELTWEIT DENN JE?

von Jens-Torsten Bohlke

Es klang wie ein Märchen, als Obama in West Point vor den US-Kadetten der Weltöffentlichkeit eine Hirnwäsche zu verpassen versuchte. Nach seinen Worten sind die USA derzeit die Weltmacht Nummer 1 und dazu berufen, ihre Führungsrolle weltweit unbedingt wahrzunehmen.

DAS MÄRCHEN VOM UNSCHULDS-ENGEL NAMENS USA, WELCHES AUCH EINES DER VON GOTT AUSERWÄHLTEN LÄNDER SEIN SOLL…

Auch für die Amtsvorgänger dieses politischen Statthalters der US-Monopole war der Ausgangspunkt der traditionellen politischen Grundsatzreden in West Point stets die Verbreitung des missionarischen Sendungsbewusstseins, der Welt angeblich solche Werte der bürgerlichen Revolution wie Freiheit und Demokratie aufzuzwingen. Die von einem in seiner Qualität kläglich zu nennendem Bildungssystem verblödeten US-Amerikaner fallen seit Generationen immer wieder mehrheitlich auf die Legende herein, dass die USA das Musterland für Freiheit und Demokratie seien, weshalb teuflisch-bösartige Kräfte unter dem schwammigen Etikett Terroristen dieses Paradies der Rockefellers und Fords aus allen Nischen der Kontinente heraus bedrohen würden.

DER HERREN LIEBLING SIND IHRE ARMEEN … (Floh de Cologne)

So lobt Obama denn auch wie seine Amtsvorgänger die Militärmaschinerie des US-Imperialismus als stärkste Waffe, mit welcher die US-Monopole den Völkern des Planeten Erde ihre Vorherrschaft aufzwingen können. Laut Obamas Worten handeln die US-Söldner als beste Patrioten und erreichte die in vielen Ländern mordende aggressive US-Soldateska, dass heutzutage mehr demokratisch gewählte Regierungen an der Macht seien denn jemals zuvor in der Geschichte der Menschheit.

HEUTE MEHR DEMOKRATISCH GEWÄHLTE REGIERENDE DENN JE?

Wie bitte? Um nur einige zu nennen: Afghanistan, Irak, Libyen, Jemen, Tunesien, arabische Golfstaaten, Saudi-Arabien, Pakistan, Philippinen, Ukraine, Balkanländer/Griechenland, Baltikum, Iberische Halbinsel, Mexiko, Kolumbien, Guatemala, Panama … alles demokratisch gewählte Regierungen?

Große bis mehrheitliche Teile der Volksmassen aller von US-amerikanischen militärischen und geheimdienstlichen Interventionen seit dem Zusammenbruch der UDSSR betroffenen Länder stimmen sicherlich nicht zu, dass in ihren Ländern dank der „Ordnungspolitik“ Obamas nun Demokratie und Freiheit herrschen. Die dort lebenden Völker verelendeten dramatisch infolge extremer Ausbeutung und Unterdrückung durch die Statthalter und Söldner der multinationalen Konzerne, welche sich im Eigentum von Monopolkapitalisten in den USA, der EU, Kanadas, Australiens und Neuseelands befinden.

OBAMAS „DEMOKRATISCHE“ WAHL IN DER UKRAINE KÜRZLICH

Wie eine „demokratische Wahl“ nach Obama-Geschmack aussieht, war kürzlich in der Ukraine zu erleben. Gewählt wurde unter massivem Einsatz von Militär. Als Kandidaten präsentierte die einheimische Oligarchie im Bündnis mit den multinationalen Monopolen offene Faschisten und Putschisten. Julia Timoschenko, die die Russen mit Atomwaffen vernichten will, wie sie kürzlich erklärte. Einen Vertreter des als „rechter Block“ agierenden ukrainischen Faschismus aus der Führungsriege jener Killerkommandos, die überall in der Ukraine seit einem halben Jahr Kommunisten und Demokraten meucheln und ethnische Minderheiten wie die russischsprachige massakrieren. Jenen letztlich „gewählten“ „Schokoladenkönig“ aus der Putschistenfraktion der ukrainischen Kapitalistenklasse, welcher die Ukraine dem Diktat des IWF unterwirft und zum Aufmarschgebiet für einen 3. Weltkrieg auch Deutschlands gegen Russland und China macht. Kiews Geschäftsleute favorisierten per Wahlabstimmung jenen Faschistenfreund Klitschko und „wählten“ ihn zum Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt, welcher zugleich der Günstling der deutschen Monopolbourgeoisie ist. Das ist natürlich nach Obamas Geschmack „demokratisch“, denn es dient den globalstrategischen Interessen des westlichen Imperialismus.

CIA, GLADIO, MOSSAD, BLACKWATER … IM GROSSEINSATZ

Zwar kam es in Syrien und in der Ukraine nicht zur offenen militärischen Intervention seitens der USA, Israels und der NATO. Jedoch ist nicht zu übersehen, dass große vier- bis sechsstellige Zahlen an Spezialkommandos und Söldnern von den genannten imperialistischen Machtzentralen nach Syrien und in die Ukraine geschleust wurden. Nur dank der Widerstandskraft des syrischen Volkes und dank der auf einer politischen Lösung bestehenden friedlichen Außenpolitik Russlands konnte ein militärisches Massaker nach dem Muster Libyens für das syrische Volk letztlich abgewendet werden. Ebenso verhält es sich vor der Küste Irans, wo die USA und Israel noch immer eine große Flotte von Kriegsschiffen zusammengezogen haben und von Stützpunkten in Saudi-Arabien und am Golf her den Iran massiv bedrohen. Wobei bekanntlich im Iran eine gewählte Regierung vorhanden ist, wie auch in Syrien das Volk selbst keine Macht der Welt um Hilfe für einen Volksaufstand gegen das Assad-Regime gerufen hatte. Die Ukraine jedoch wurde zum Testgebiet auch für den Einsatz von Spezialkräften der unter dem Namen Gladio fungierenden Interventionsarmee der EU, neben CIA und Mossad und deren Vertragsunternehmen sowie den von ihnen angeheuerten, bewaffneten und trainierten Söldnerkommandos.

DAS RUSSISCHE UND UKRAINISCHE VOLK SIND ENG VERBUNDEN

Das russische Volk schaut keineswegs gleichgültig zu, wie faschistische Mörderbanden und ukrainisches Militär den vor allem im Süden und Osten der Ukraine offen ausgebrochenen Volksaufstand niederkartätschen. Es gibt starke verwandtschaftliche, sprachliche und kulturelle Bande zwischen dem ukrainischen und dem russischen Volk. Das Putschistenregime sah sich im März gezwungen, die Grenze des Landes nach Russland für einreisende wehrfähige Männer abzuriegeln, um zumindest jede russische Verstärkung für den Volksaufstand in der Ukraine zu behindern. Das ukrainische Volk jedoch lässt sich bisher nicht von seinen Feinden auf die Knie zwingen. Der neue nach US-Geschmack „demokratisch gewählte“ Präsident der Ukraine wird sich seine Legitimation nicht durch Massaker am eigenen Volk im Donbass herbei bombardieren können.

RUSSLAND FORDERT UND VERTRITT NICHTEINMISCHUNG IN DIE INNEREN ANGELEGENHEITEN DER UKRAINE

Russlands Regierung fordert Nichteinmischung in die inneren Konflikte der Ukraine und hält sich selbst daran, um ein Beispiel zu geben. Die UN wurde von Russland dringend aufgefordert, das Regime in Kiew zur sofortigen Beendigung des Einsatzes militärischer Gewalt gegen das eigene Volk zu bewegen. Russland gewährt verständlicherweise den ihm feindselig gegenüberstehenden Regierenden in Kiew keine Vorzugspreise für Erdöl und  Erdgas und keine Kredite mehr, sondern forderte die Zahlung der überfälligen Rechnungen für diese gelieferten Rohstoffe.

EU-LÄNDER BALD IN ARGER ENERGIEKRISE?

Frau Merkel ist recht kleinlaut geworden, was ihre Zusagen vor einigen Monaten anbelangt, dass die EU der Ukraine Erdöl und Erdgas liefern könnte, wenn diese Lieferungen aus Russland ausbleiben sollten. Die EU-Kredite und Hilfsgelder an ihre Lakaien in Kiew reichten für ein erstes Füllen der Taschen korrupter und schmiergeldgieriger ukrainischer Volksverräter und Faschisten, lösten jedoch keines der drückenden Probleme des ukrainischen Volkes. Obama bewilligt derweil weiterhin milliardenschwere Dollarsummen, damit der Drecksjob der sengenden faschistischen Mordbanden gegen den Volksaufstand in der Ukraine weitergeht. Für die Kreditbelange des Kiewer Regimes stellt der westliche Imperialismus den IWF zur Verfügung. Und wie dessen Diktate aussehen, weiß mittlerweile auch in der EU jeder Grieche, jeder Italiener, jeder Spanier und jeder Portugiese aus eigenem Erleben. Dies ist dann auch wohl, was Obama meint, wenn er auf „Entwicklungshilfe“ anstelle der offenen militärischen Intervention von „our boys“, seinen US-Militärangehörigen, setzt.

US-IMPERIALISMUS WILL RAKETENSTATIONIERUNG VOR MOSKAU

Russland wird nicht zusehen, dass der US-Imperialismus seine „Raketenabwehrschild“ genannten atomaren Angriffswaffen großer Reichweite entlang der russischen Grenze vom Baltikum bis zur Ukraine stationiert, um sozusagen militärisch vor den Toren von Moskau zu stehen und die Vorbereitung des längst in Planung befindlichen Weltkriegs gegen Russland und China abzuschließen. Russische Politiker erklärten, dass die russischen Waffen auf russischem Staatsgebiet ausreichen, um russisches Territorium wirksam zu schützen, so dass Russland keine Militärstützpunkte beispielsweise in Lateinamerika zu errichten gedenkt. Russland hat in den letzten Jahren erheblich in die Entwicklung und Produktion neuer Waffensysteme investiert und diesbezüglich eine gewisse Überlegenheit gegenüber vergleichbaren US-Waffensystemen hergestellt, was in Washington Besorgnis ausgelöst haben dürfte. Die von Obama für den US-Imperialismus beanspruchte Alleinherrschaft über die Menschheit besteht keinesfalls in der Realität, in welcher Russland und China sehr auf Augenhöhe dem westlichen Imperialismus gegenüberstehen.

RUSSLAND IST NICHT ABHÄNGIG VON EU-GELD FÜR ROHSTOFFE

In Großbritannien soll laut Meldungen namhafter Nachrichtenagenturen binnen 5 Jahren das Licht ausgehen, weil dann die Reserven an Energieträgern des Landes endgültig aufgebraucht sein werden. Ein beträchtlicher Teil der westeuropäischen Bourgeoisie auch insbesondere in Deutschland lehnt den politischen Konfrontationskurs angedrohter Sanktionen der EU gegenüber Russland ab, weil Gegenmaßnahmen der russischen Regierung rasch zu Lasten der Profite dieser Fraktion der Kapitalklasse gehen würden. Eine erste bald spürbare Maßnahme der russischen Regierung ist die erhebliche Ausweitung der Erdöl- und Erdgaslieferungen an China. Wer wie die arroganten bürgerlich-reaktionären Regierenden Westeuropas nach dem Sprichwort „wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein“ im Glashaus sitzend mit Steinewerfern droht, wird bald lernen, dass er sich damit absolut keinen Gefallen getan hat!

Russland kann seine Rohstoffe sehr wohl auch an das zahlungskräftige und rohstoffhungrige China verkaufen, wie derzeit zu beobachten ist. Und wenn in Großbritannien die Lichter ausgehen, wird die russische Seite gespannt abwarten, wie Merkels zugesagte Erdgas- und Erdöllieferungen die Ukraine bestens angesichts ausbleibender russischer Rohstofflieferungen versorgen wollen….

MERKWÜRDIGE POSITION VON LUKASCHENKO DERZEIT

Weißrusslands Präsident Lukaschenko schickte eine wie eine offene Anbiederung klingende Gratulation an den neuen nach Obamas Geschmack „demokratisch“ gewählten Präsidenten der Ukraine und wünscht darin bestes Gelingen bei der Erhaltung der Einheit der Ukraine, was aufhorchen lässt. Was verbindet Lukaschenko mit jenem „Schokoladenkönig“ in Kiew? Möglicherweise dasselbe gewisse Maß an skrupelloser Schlitzäugigkeit. Möglicherweise jedoch ahnt Lukaschenko, was ihm seitens des westlichen Imperialismus in Belarus droht, so dass er deshalb auf Anbiederung setzt. Es ist unbegreiflich, wie der Präsident von Weißrussland sich ausgerechnet bei einem Staatschef eines Nachbarlandes anbiedert, welcher schwere Waffen gegen die russisch sprechende Bevölkerungsgruppe im eigenen Land in diesen Tagen eingesetzt hat.

JEDES VOLK HAT EIN RECHT AUF VOLKSAUFSTAND

Die Nachrichten aus der Ukraine sind sehr aufschlussreich. In den Zentren der Aufstandsgebiete kapitulieren die ukrainischen Regierungstruppen nicht vor russischen Panzern, wie die westliche Kriegshetze glauben machen will. Dort sind keine russischen Panzer im Einsatz und halten sich keine russischen Einheiten auf. Jedoch bildete die russischsprachige Bevölkerung dieser Gebiete Selbstverteidigungskräfte, eigene bewaffnete Milizen, um die Bevölkerung vor dem Mord und dem Terror der eindringenden faschistischen Banden aus der Westukraine zu schützen. Und jedes Volk hat ein Recht auf Selbstverteidigung und auf Volksaufstand!

UKRAINISCHES REGIERUNGSMILITÄR IN DER ZERREISSPROBE

Was das Vasallenregime des westlichen Imperialismus in Kiew betrifft, so nennen russische Nachrichtenagenturen aufgrund der Faktenlage die Politik dieses Regimes zu recht einen Genozid, einen Völkermord, ein mörderisches Vorgehen gegen große Teile des eigenen Volkes. Nicht jeder Wehrpflichtige ist bekanntlich bereit, sich gegen sein eigenes Volk als Mörder im Auftrag korrupter Politiker und ausländischer Interessen einsetzen zu lassen. So verwundert es keinesfalls, dass in den Standorten der ukrainischen Streitkräfte in den Aufstandsgebieten immer wieder und immer mehr Militärangehörige den Dienst mit der Waffe verweigern und sich dem Volksaufstand anschließen wollen oder einfach nur heimkehren wollen. Was ihre Befehlshaber oft nicht zulassen wollen, weshalb die kriegsdienstmüden Soldaten in Kasernenhaft gehalten werden, bis der Standort geräumt wird oder sie freigelassen werden.

WEHRPFLICHTIGE WOLLEN NICHT KRIEGSVERBRECHER WERDEN

Die neueste Meldung diesbezüglich spricht von einer Luftwaffeneinheit von insgesamt 80 ukrainischen Soldaten im ostukrainischen Aufstandsgebiet Slawjansk, die sich den Selbstverteidigungskräften ergaben, den Dienst quittierten und endlich heimkehren können. Der Kapitulation jenes Camps war ein Konflikt zwischen dem Befehlshaber und der Mannschaft vorausgegangen. Die Soldaten rebellierten angesichts ziviler Opfer durch Angriffe der ukrainischen Luftwaffe mit schwerem Beschuss auch eines Kindergartens und einer Schule und dem Ergebnis von mindestens 9 verletzten Zivilpersonen.

KOMMUNISTEN AN DER SPITZE DES VOLKSWIDERSTANDS

Bei den nach Obamas und Merkels Geschmack „demokratischen Wahlen“ in der Ukraine konnte die kommunistische Partei des Landes nicht antreten. Sie befindet sich in den meisten Gebieten der Ukraine im politischen Untergrund und ist ständig das vorrangige Ziel des faschistischen Terrors und der politisch-militärischen Unterdrückung durch das reaktionäre Regime in Kiew. Mit Heldenmut organisieren die Genossen vielerorts eine breite antifaschistische Widerstandsfront des Volkes gegen die faschistische Diktatur in der Ukraine. Etliche bekannte führende Funktionäre der KP der Ukraine mussten das Land verlassen und halten sich im politischen Exil in Russland auf, um das Leben ihrer Familien vor dem Terror der faschistischen Mörderbanden in der Ukraine zu schützen. Allein diese Tatsache, dass die Partei der Arbeiterklasse nicht an jenen kürzlichen lt. Obama und Merkel „demokratischen“ Wahlen teilnehmen konnte, zeigt auf, was für eine Farce diese Schmierenkomödie einer Wahl gewesen ist. Das Volk der Ukraine ringt derzeit um seine nationale und soziale Befreiung.

Quelle:

http://rt.com/news/162136-ukrainian-soldiers-surrender-lugansk/