Das Verhältnis zur Sowjetunion, zur ersten proletarische Diktatur, ist ein Prüfstein für jeden Kommunisten. (E. Thälmann)

teddyLeo Mayer, Heribert Thomalla, Ulrich Sander – weg mit dem antikommunistischen Natterngezücht

Antwort an einen Gefolgsmann des DKP-Rechtsauslegers Leo Mayer zu seinem Beitrag beim 20. DKP-Parteitag

Von Günter Ackermann

info@dkp-frankfurt.de

Lieber Genosse Bernd Müller-Weathersby,

es ist immer erfreulich, wenn man erfährt, dass auch Genossen anderer Fraktionen, so wie Du, Kommunisten-online lesen. Somit besteht immerhin eine, wenn auch geringe, Wahrscheinlichkeit, dass selbst ausgewiesene Anhänger des modernen Revisionismus sich der revolutionären Lehre des Marxismus-Leninismus besinnen.

Dein schriftlich eingereichter Beitrag auf dem DKP-Parteitag habe ich also mit Freude und Interesse gelesen. Du zitiertest mich wie folgt:

„Ob in T+P, in Red Globe, Scharf-Links, den Blog von Sepp Aigner, der jungen Welt, der Rotfuchs, ja sogar auf der Website eines ausgewiesenen DKP Feindes wie Anton Ackerman auf Kommunisten-online liest man:

Stellvertretender Parteivorsitzender der DKP Patrik Köbele ist Opfer einer Schmutzkampagne der Revisionisten.

Steckt dahinter der Parteirechte Leo Mayer?

Sehr wahrscheinlich. Mayer, der Landesvorsitzender der DKP in Bayern ist, hat sich offenbar hier aus Revision seinen trotzkistischen Steigbügelhaltern und anderen Intriganten, eine Hausmacht aufgebaut, vor der aus er seine schmutzigen Intrigen gegen Kommunisten in der DKP spinnt. Dabei schmückt er sich damit, dass er mal in grauer Vorzeit Betriebsrat bei – so habe ich gelesen – bei Siemens war. Na und? Nicht jeder Betriebsrat war/ist ein guter Betriebsrat für die Kollegen und es gibt eine Menge unter ihnen, die sich kaufen ließen oder mit den rechten Gewerkschaftsführen ihr Techtelmechtel haben.

Leo Mayer ist der Rechtsausleger der DKP, seine Vorstellungen sind alles andere, als Kommunistisch. Ach ja: In Bayern ist auf der Schmutzfink Heribert Thomalla beheimatet. Das ist der, der antikommunistische Lügen verbreitet (K-online berichtete darüber [1]).

Muss man sich nicht die Frage stellen, ob man ernsthaft kommunistische tätig sein kann, wenn man mit Leuten wie Mayer, Thomalla, Ulrich Sander und Nina Hager in einer Partei st?

Red. K.-online (17. Februar 2013)“[1]

Zunächst eine Richtigstellung: Ich bin nicht Anton Ackermann. Der war hoher Funktionär der KPD, dann SED und starb am 4. Mai 1973 in Berlin. Seine Urne wurde in Friedrichsfelde, nahe Rosa Luxemburg, Karl Liebknecht, Wilhelm Pieck, Walter Ulbricht und anderen, beigesetzt. Auch war Anton Ackermann (mit zwei n) sein Parteiname, eigentlich hieß er Eugen Hanisch.

Nein, Genosse Anton Ackermann ist nicht in unserer Redaktion, wir sind lebendig und verfolgen die Klassenkämpfe mit wachem analytischem Verstand.

Aber weiter: Wenn auf Kommunisten.de schlimmste antikommunistische Hetze verbreitet wird, soll dann ein Kommunist, der nicht der DKP angehört, dazu um des lieben Friedens Willen schweigen? Ich denke nein.

Also habe ich mich mit den Machwerken des antikommunistischen Subjekts Thomalla, zu Katyn und zum Nichtangriffsvertrag zwischen Deutschland und der UdSSR kritisch beschäftigt. Hier muss festgestellt werden, dass die Regierung der UdSSR bereits in den frühen 50er Jahren zum Nichtangriffsvertrag Stellung bezogen hat. Unter dem Titel Geschichtsfälscher erschien bereits 1948 eine Richtigstellung. Für mich ist diese Quelle mit Sicherheit glaubwürdiger; als die der Lohnschreiber der kalten Krieger des Westens. Wenn einer, der sich Kommunist nennt, wie Thomalla, solche Hetze auf einer offiziellen Internetseite der DKP von sich gibt und gegen ihn kein Parteiverfahren eingeleitet wird, so finde ich das allerdings sehr bedenklich. Das darf nicht ohne Widerspruch bleiben – selbst auf die Gefahr hin, dass Menschen wie du, mich als Feind der DKP bezeichnen.

Ähnlich ist es mit seinen Auslassungen zu Katyn. Der inzwischen unter mysteriösen Umständen ums Leben gekommene kommunistische Abgeordnete der russischen Duma, Genosse Wiktor Iljuchin, hat eindeutig nachgewiesen, dass die Katyn-Dokumente gefälscht waren.

Wir beriefen uns auf russische Quellen: „Aus seiner Aussage folgt, daß Anfang der 90er Jahre des vorigen Jahrhunderts eine Gruppe hochrangiger Spezialisten geschaffen wurde zum Zwecke der Fälschung von Archivdokumenten, die wichtige Ereignisse der sowjetischen Periode betreffen. Diese Gruppe arbeitete in der Struktur des Sicherheitsdienstes des russischen Präsidenten B. Jelzin. Sie sei in den ehemaligen Wochenendhäusern der Mitarbeiter des ZK der KPdSU in der Ortschaft Nagornyj untergebracht gewesen. Die Arbeit der Mitglieder der Gruppe sei gut bezahlt worden, sie hätten Leistungslohn erhalten.“

Dass die polnischen Soldaten mit deutscher Munition erschossen wurden, was übrigens schon lange bekannt. Dazu braucht man nur in die Tagebücher des Herrn Goebbels zu sehen. Der schrieb im  Mai 1943: „Leider hat man in den Gräbern Katyns deutsche Munition entdeckt.“ 

Wir haben mehrfach Beiträge von Genossen Wiktor Iljuchin zu den Fälscherwerkstätten gebracht. Warum korrigiert Thomalla sein antikommunistisches Zeug nicht? Warum hat sich der frühere DKP-Parteivorstand nicht gegen die Position Thomallas ausgesprochen und gegen diesen ein Ausschlussverfahren eingeleitet? Nichts dergleichen, Thomalla schreibt ungebrochen weiter: sei es mit Klarnamen, sei es mit dem Kürzel hth. Nur ein Versehen? Ich mag’s nicht glauben.

Mit solchen Subjekten, wie diesen Thomalla möchte ich nichts zu tun haben und empfinde abgrundtiefe Abscheu. Ernst Thälmann schrieb den Kommunisten ins Stammbuch, dass das „Verhältnis zur Sowjetunion, zur ersten proletarische Diktatur, ein Prüfstein für jeden Kommunisten ist.“

Die Sowjetunion aber war unter der Führung Lenins geschaffen und unter der Führung Stalins gewachsen und gefestigt worden und unter dessen Führung wurde der Hitlerfaschismus besiegt und das sozialistische Weltsystem geschaffen.

Zu Leo Mayer

Mayer hat von den kommunistischen Delegierten des Parteitags eine schallende Ohrfeige bekommen. Seine Hetze und Intrigen im Vorfeld des Parteitages haben ihm nicht nur nichts genutzt, sondern haben ihn um die Funktion des stellv. Vorsitzenden gebracht. Ich finde, das ist auch gut so. Hatten die früheren revisionistischen Führer der DKP sich noch gewissen Beschränkungen unterworfen, so riss Mayer die ein. Er ging auf die Erzfeinde des Marxismus-Leninismus, die Trotzkisten, zu und verbündete sich mit ihnen. Ihm folgte Robert Steigewald und andere. Er ist heute ein Teil der 5. Kolonne der 4. Internationale in der DKP und versucht, ähnlich wie weiland der andere  Leo, der Leo Trotzki, mittels Intrigen und hinterhältiger Hetze gegen Kommunisten vor zu gehen.

Wenn jetzt der neue Parteivorstand der DKP unter Patrick Köbele, die Medien der DKP von den schlimmsten Vertretern des modernen Revisionismus zu säubern versucht, so leistet Mayer hinterhältig Widerstand und verschanzt sich hinter formaljuristischem Zeug.

In der UZ stand zu lesen: „Der Parteivorstand löste Michael Maercks aus Berlin als Chefredakteur von www. kommunisten.de ab und forderte Leo Mayer aus München auf, die Domaine und das Nachrichtenportal des Parteivorstandes an diesen zu übergeben“.

Das war eine Überraschung, denn alle Welt meinte, www.kommunisten.de sei in den Händen des DKP-Parteivorstands. Dem ist aber offenbar nicht so. Leo Mayer ist Rechteinhaber dieser Domain, nicht die DKP.

Und jetzt, wo es eine kommunistische Führung der DKP gibt, setzt der Parteivorstand den Chefredakteur ab und will Kommunisten.de in die eigene Hand nehmen. Dem sei Mayer vor!

Er antwortet daher:

Diese beiden Webseiten wurden niemals vom Parteivorstand der DKP als Nachrichtenportale der DKP eingerichtet. Der Parteivorstand war auch zu keinem Zeitpunkt Eigentümer dieser Adressen.“

Und

„Der Erfolg des Nachrichtenportals hat dann dazu geführt, dass der Parteivorstand die Eigentümer und Betreiber des Nachrichtenportals gebeten hat, das Portal als Nachrichtenportal des Parteivorstandes der DKP weiter zu führen. Michael Maercks, der als verantwortlicher Redakteur des Nachrichtenportals fungiert, wurde das Vertrauen des Parteivorstandes ausgesprochen, der Geschäftsführer des Parteivorstandes in das Impressum eingetragen. Die Eigentumsrechte an den Internet-Domains blieben davon unberührt bei mir.“

Weiter:

„Der Parteivorstand war zu keiner Zeit Eigentümer dieser Domain. Am 22.2.2013 wurde Christoph Braun als Ansprechpartner durch mich ersetzt. Da Chr. Braun beruflich häufig im Ausland ist und sich die Angriffe auf die Internetseite in der letzten Zeit verstärkt haben, wurde dieser Wechsel vorgenommen.“

Gut gebrüllt Leo (Löwe)!

Mayer will also nun sein Süppchen allein, ohne die Partei kochen. Er hofft wohl auf seinen  rechten revisionistischen Anhang in der DKP und kann jetzt gegen die neue Führung hetzen. Mayer hofft, dass er so – ungestört und nicht beeinflussbar durch den Parteivorstand – Wühlarbeit betreiben kann und sich zu gegebener Zeit an die Spitze zu putschen.

Wie da seine Chancen stehen, vermag ich nicht einzuschätzen. Die Jahre seit 1990 sind nicht ohne Folgen geblieben, auch die Zeiten unter Heinz Stehr, der sich auf die Seite der Quislinge mit den USA-Aggressoren im Irak, der irakischen KP, schlug, während die US-Soldaten in der Stadt Faludscha ein riesiges Massaker an der Zivilbevölkerung anrichteten, werden in der Partei ihre Spuren hinterlassen haben, Ob das der neue Parteivorstand in den Griff bekommt, müssen wir sehen. Vor allem, ob er stark genug ist, sich konsequent mit den Revisionisten in der Partei auseinander zu setzen, muss abgewartet werden.

Noch etwas, Genosse Bernd Müller-Weathersby:

Du sagtest auf dem Parteitag,  ich sei ein ausgewiesener DKP Feind, der schon Heinz Stehr als Vorsitzenden öffentlich als Liquidator der Partei dargestellt habe. Wenn Du meinst, prinzipienfeste Kommunisten seien Feinde der DKP, so rate ich Dir, mal die Schriften der Klassiker des Marxismus-Leninismus zu lesen. Vor allem die Schriften, die sich mit abweichlerischen Strömungen  innerhalb der Arbeiterbewegung geschäftigen. Ich denke hier vor allem an die „Kritik des Gothaer Programms“ von Marx, den Anti-Dühring von Engels „Was tun“ und der „linke Radikalismus…“ von Lenin usw. Die Kritik der Klassiker an den Abweichlern ist um ein Erhebliches heftiger als meine Kritik an Stehr und der DKP-Politik.

Ich bin kein Feind der DKP – ich bin ein Feind des modernen Revisionismus, der Verräter am Marxismus-Leninismus und ein Feind der Antikommunisten – egal welches  Parteibuch sie in der Tasche haben.

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Günter Ackermann