Chruschtschow hat – um seinen Revisionismus zu verschleiern und seine Politik als Festhalten am Leninismus glaubhaft zu machen – den Leninisten Stalin zum Abtrünnigen vom Leninismus erklärt und sich damit zugleich die Möglichkeit geschaffen, seine leninistischen Gegner Molotow, Malenkow, Kaganowitsch und andere als „Stalinisten” und „Parteifeinde” in Verruf zu bringen und damit als Gegner unschädlich zu machen.

stalin_lernen_bearbeitet-1DIE ZENTRALFRAGE:

WIE KONNTE DER REVISIONISTISCHE UMSTURZ GELINGEN?

Von Kurt Gossweiler

Quelle: Kurt-Gossweiler-politisches Archiv  von APRIL 2002

Als Marxisten wissen wir: Nicht „Männer machen die Geschichte”. Auch nicht die Chruscht-schows und die Gorbatschows. Wenn wir nachweisen, dass Chruschtschow und Gorbatschow bewusst auf die Zerstörung des Sozialismus hingearbeitet haben und ihr Ziel erreichten, ist erst ein allererster Anfang zur Beantwortung dieser Frage gemacht. Weiterlesen

Ohne einen klaren Klassenstandpunkt, und ohne das Verständnis, welche Interessen dir wichtig sind – die des werktätigen Volkes, oder die seiner Ausbeuter, wird es dir weder möglich sein, die Geschichte unseres Landes zu verstehen, noch sich in der Gegenwart zurechtzufinden.

AusbeutungÜber den Klassenstandpunkt

G. Gagina

Quelle: Die kommunistische Arbeiterbewegung „Der Arbeitsweg„ (Рабочий путь)

Übersetzung: Florian Geißler, Jena

Wir leben nun mal in einer Klassengesellschaft, und die Interessen unserer gesellschaftlichen Hauptklassen – der Bourgeoisie und des Proletariats – sind einander völlig entgegengesetzt. Somit kann es auch in einer solchen Gesellschaft keinen (angeblich objektiven) Standpunkt geben, der zwischen beiden liegt. Selbst wenn man die Ereignisse in einer solchen Gesellschaft nicht als ihr Teilnehmer, sondern lediglich als Außenstehender betrachtet, so ist es doch unmöglich, nicht irgendeinen Standpunkt, nicht eine Position einer der beiden, einander bekämpfenden Seiten einzunehmen. Ein Standpunkt zwischen den Klassen in einer Klassengesellschaft gleicht dem Versuch, sich zwischen zwei Stühle zu setzen – unvermeidlich wird man dabei auf den Fußboden fallen. Weiterlesen

„Die Herrschaften aus der Zweieinhalbten Internationale, die sich Revolutionäre nennen möchten, erweisen sich in Wirklichkeit in jeder ernsten Lage als Konterrevolutionäre, denn sie fürchten die gewaltsame Zerstörung des alten Staatsapparats, sie glauben nicht an die Kräfte der Arbeiterklasse“ (W.I. Lenin).

KKEÜber einige Fragen der Einheit der internationalen kommunistischen Bewegung

Abteilung Internationale Beziehungen des ZΚ der KΚΕ

Der Fakt, dass beim 15. Treffen der kommunistischen und Arbeiterparteien in Lissabon 2013 keine gemeinsame Erklärung verabschiedet werden konnte, hat den Diskurs über die Lage der internationalen kommunistischen Bewegung und die Frage ihrer Einheit intensiviert. Weiterlesen

Genosse Stalin weist wiederholt auf die Notwendigkeit hin, zwischen dem schöpferischen und dem dogmatischen Marxismus zu unterscheiden. Er zeigt, daß der theoretische, schöpfe¬rische Marxismus die Verbesserung und Bereicherung der alten Formeln unter Berücksichtigung der neuen Erfah¬rungen verlangt, allerdings unter Wahrung des marxistischen Standpunkts.

Lenin and StalinKritik und Selbstkritik

eine Waffe im Kampf um die Entfaltung der sozialistischen Kultur

Von M.A.Leonow (1950)

Die Kritik und Selbstkritik ist eine Triebkraft nicht nur für die Entwicklung des materiellen, sondern auch für die Entfallung des geistigen Lebens in der Sowjetgesell­schaft. Sie dient zur Überwindung des Veralteten und Rückständigen, als Methode im Kampf um das Neue und Fortschrittliche in Wissenschaft und Kultur. Weiterlesen

Die Einsicht in die zukünftigen Gestaltungsmöglichkeiten menschlicher Gesellschaft und Geschichte: „Der Marxismus entwirft – als wissenschaftlicher Sozialismus – den Grundriss einer humanen Gesellschaftsordnung.

lenin_marx„Allmächtig, weil sie wahr ist“

Anmerkungen zu Lenins „Drei Quellen und drei Bestandteile des Marxismus“

von Hannes Fellner

Quelle: Kominform.at vom 09.08.2014

Vor 101 Jahren veröffentlichte Lenin seine Schrift „Drei Quellen und drei Bestandteile des Marxismus“ [1] in der dritten Nummer des theoretischen Organs der Bolschewiki „Prosveshcheniye“ (Bildung), welche Marxens 30. Todestag gewidmet war. In ihr zeigt Lenin auf, dass der Marxismus als Synthese von Philosophie, politischer Ökonomie und Sozialismus, zu dem „Besten, was die Menschheit im 19. Jahrhundert (… ) hervorgebracht hat“ in einem Erb- und Fortsetzungsverhältnis steht. So heißt es in der Einleitung: „Die Geschichte der Philosophie und die Geschichte der Sozialwissenschaft zeigen mit aller Deutlichkeit, dass der Marxismus nichts enthält, was einem ,Sektierertum‘ im Sinne irgendeiner abgekapselten, verknöcherten Lehre ähnlich wäre, die abseits von der Heerstraße der Weltzivilisation entstanden ist. Im Gegenteil: Die ganze Genialität Marx’ besteht gerade darin, dass er auf die Fragen Antworten gegeben hat, die das fortgeschrittene Denken der Menschheit bereits gestellt hatte. Seine Lehre entstand als direkte und unmittelbare Fortsetzung der Lehren der größten Vertreter der Philosophie, der politischen Ökonomie und des Sozialismus.“ Insbesondere die klassische deutsche Philosophie, die klassische englische politische Ökonomie und der französische Sozialismus sind, so argumentiert Lenin, im Marxismus aufgehoben – in der dreifachen Hegelschen Bedeutung von „aufheben“ als negieren, bewahren, auf eine höhere Stufe heben – und genau darum nicht nur Quellen, sondern gleichzeitig Bestandteile. Weiterlesen