Wir wissen jetzt, daß dies Reich der Vernunft weiter nichts war als das idealisierte Reich der Bourgeoisie; daß die ewige Gerechtigkeit ihre Verwirklichung fand in der Bourgeoisjustiz; daß die Gleichheit hinauslief auf die bürgerliche Gleichheit vor dem Gesetz; daß als eines der wesentlichsten Menschenrechte proklamiert wurde – das bürgerliche Eigentum; und daß der Vernunftstaat, der Rousseausche Gesellschaftsvertrag ins Leben trat und nur ins Leben treten konnte als bürgerliche, demokratische Republik.

Friedrich Engels

Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft

Friedrich-Engels

Friedrich Engels: „Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft“, in: Karl Marx/Friedrich Engels – Werke. (Karl) Dietz Verlag, Berlin. Band 19, 4. Auflage 1973, unveränderter Nachdruck der 1. Auflage 1962, Berlin/DDR. S. 189-201.

I

Der moderne Sozialismus ist seinem Inhalte nach zunächst das Erzeugnis der Anschauung, einerseits der in der heutigen Gesellschaft herrschenden Klassengegensätze von Besitzenden und Besitzlosen, Kapitalisten und Lohnarbeitern, andrerseits der in der Produktion herrschenden Anarchie. Aber seiner theoretischen Form nach erscheint er anfänglich als eine weitergetriebne, angeblich konsequentere Fortführung der von den großen französischen Aufklärern des 18. Jahrhunderts aufgestellten Grundsätze. Wie jede neue Theorie, mußte er zunächst anknüpfen an das vorgefundne Gedankenmaterial, sosehr auch seine Wurzel in den materiellen ökonomischen Tatsachen lag. Weiterlesen

Natürlich können wir nicht fordern, daß die Kritik hundertprozentig richtig ist. Wenn die Kritik von unten kommt, dürfen wir sogar eine Kritik, die nur zu 5-10 Prozent richtig ist, nicht unbeachtet lassen.

stalin4Gegen die Vulgarisierung der Losung der Selbstkritik

Von Josef W. Stalin (26. Juni 1928)

aus: Zu den Fragen des Leninismus

[alle Hervorhebungen sind vom Autor]

Die Losung der Selbstkritik darf nicht als etwas Vorübergehendes und Schnellvergängliches betrachtet werden. Die Selbstkritik ist eine besondere Methode, eine bolschewistische Methode zur Erziehung der Parteikader sowie der Arbeiterklasse überhaupt im Geiste der revolutionären Entwicklung. Schon Marx sprach von der Selbstkritik als von einer Methode zur Stärkung der proletarischen Revolution. Was die Selbstkritik in unserer Partei betrifft, so geht der Beginn der Selbstkritik bis auf das Aufkommen des Bolschewismus in unserem Lande, bis auf die ersten Tage seines Entstehens als einer besonderen revolutionären Strömung in der Arbeiterbewegung zurück. Weiterlesen

W.I. Lenin: (Kommunisten) „werden sich an jeder Bewegung und an jeder Demonstration, die auf diesem Boden erwächst aufs leidenschaftlichste beteiligen, aber sie werden das Volk nicht betrügen, indem sie den Gedanken zulassen, daß ohne eine revolutionäre Bewegung ein Frieden ohne Annexionen, ohne Unterjochung von Nationen, ohne Raub, ohne den Keim neuer Kriege zwischen den jetzigen Regierungen und herrschenden Klassen möglich sei. (…) Wer einen dauerhaften und demokratischen Frieden will, der muß für den Bürgerkrieg gegen die Regierungen und die Bourgeoisie sein.“

communeIst Sozialismus mit militärischen Mitteln zu verteidigen?

Brief des Lesers R.C. und die Antwort Roter Webmaster

Lieber Genosse R.C.,

vielen Dank für Deine Zuschrift, die wir hiermit veröffentlichen.

Allerdings stimme ich Dir in vielen Punkten nicht zu. Hier meine kritischen Anmerkungen dazu:

Du schreibst: „Sozialismus ist nicht mit militärischen Mitteln zu verteidigen.“ O doch!

Natürlich nicht nur militärisch, er muss vor allem ideologisch verteidigt werden. Wenn hier Fehler gemacht werden, nützt auch keine militärische Verteidigung etwas. Wir sahen es 1989/90.

Aber allein mit ideologischem Kampf, wie z.B. der Angriff Hitlerdeutschlands auf die UdSSR gezeigt hat, hätte die Sowjetunion die Aggression Nazi-Deutschlands wohl kaum abwehren können. Und ohne militärische Verteidigung der UdSSR wäre Hitler inzwischen als Führer des Großdeutschen Reiches selig entschlafen und wir alle wären in brauner Uniform aufgewachsen. Weiterlesen

In der Praxis bedeutete es, dass konterrevolutionäre Ideen aufkamen. So in der chinesischen Provinz Tibet, wo die feudalen Elemente um den Dalai Lama Morgenluft witterten und bewaffnet zu putschen versuchten. Mitte bis Ende März 1959 versuchten feudale Kräfte einen Putsch. Vorweg gegangen war, dass die chinesische Führung den Dalai Lama mit Ehren und Privilegien überhäuft hatte und ihn sogar hohe staatliche Funktionen verliehen hatte.

hasi1Vorbemerkung Roter Webmaster:

Wir haben zwei harsche Kritiken an den Ideen Mai Tsetungs auf K-online veröffentlicht. Dazu kamen kritische Anfragen, deren Inhalt es war, ob wir denn auch die sog, Polemik über die Generallinie der KP-Chinas als revisionistisch ansähen.

Kurze Antwort: Natürlich nicht. Die hier dargestellten Positionen sind korrekt. Aber das ändert nichts daran, dass damals in China auch revisionistische Schriften erschienen und zwar aus der Feder Maos. Weiterlesen

Zweitens verfolgen die USA Imperialisten unter dem Namen der „friedlichen Koexistenz“ der Sowjetunion und den sozialistischen Ländern gegenüber eine Politik der „friedlichen Evolution“ und versuchen auf jede erdenkliche Weise, das kapitalistische System zu restaurieren.

hasi1ZK der KP Chinas

Zwei völlig entgegen gesetzte Arten der Politik der friedlichen Koexistenz

Sechster Kommentar zum Offenen Brief des ZK der KPdSU

Von den Redaktionen der „Renmin Ribao“ und der Zeitschrift „Hongqi“

(12. Dezember 1963)

Seit dem XX. Parteitag der KPdSU ist wohl die friedliche Koexistenz eine Frage, über die Genosse Chruschtschow und andere am häufigsten gesprochen haben.

Die Führer der KPdSU behaupten unablässig, sie wären Lenins Politik der friedlichen Koexistenz treu geblieben und hätten diese schöpferisch weiterentwickelt. Die Reihe von Siegen, die die Völker aller Länder im langjährigen, revolutioimren Kampf errungen haben, buchen sie als Verdienste ihrer eigenen Politik der „friedlichen Koexistenz“. Weiterlesen