Den Ursprung allen Unrechts – wie kann es anders sein – sieht der Autor im Privateigentum an Produktionsmitteln.

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Werner Rügemer:

Bis diese Freiheit die Welt erleuchtet

Windflüchter

Buchtipp von Harry Popow

Windflüchter – das sind Bäume und Sträucher an der Meeresküste, die unter konstanten Westwinden stark gekrümmt wurden. Ein anderer Wind weht in der menschlichen Gesellschaft. Er ist eisig und menschenfeindlich, fegt mit aggressiver Gewalt über den ganzen Globus, zwingt mit finanzgewaltigen Helfern und den Medien die Menschen, sich krumm zu machen, sich abzuducken, sich willenlos anzupassen. Ja, dieser Kapitalwind macht die Konsumenten im Namen des Neoliberalismus glauben, das sei alles vernünftig und normal und wer nicht mithalten kann, sei selber Schuld. Und wer das ändern will, der unbequeme Fragen stellt, der sei ein Störenfried im System. Oder ein Krimineller. Oder gar ein Terrorist?    Weiterlesen

Sie sprechen viel von politischen Freiheiten und staatsbürgerlichen Rechten, die in den Westzonen Deutschlands dem Volke gewährt sind – und scheinen dabei zu vergessen, was Sie vorher über den Gebrauch gesagt haben, der meistens von diesen Gaben gemacht wird. Es ist ein unverschämter Gebrauch.

15.5.1955 Schiller-Ehrung vom 8.-15. Mai 1955 in Weimar 14. Mai 1955 Beim Festakt im Deutschen Nationaltheater in Weimar hielt Thomas Mann die Festansprache. Der Dichter wurde Ehrenmitglied der Akademie der Künste. Minister Dr. h.c. Johannes R. Becher überreichte Thomas Mann die Ehrenurkunde. UBz.: Thomas Mann nach dem Festakt beim Verlassen des Deutschen Nationaltheaters in Weimar. (rechts) Minister Dr. h.c. Johannes R. Becher

15.5.1955
Schiller-Ehrung vom 8.-15. Mai 1955 in Weimar
14. Mai 1955
Beim Festakt im Deutschen Nationaltheater in Weimar hielt Thomas Mann die Festansprache. Der Dichter wurde Ehrenmitglied der Akademie der Künste. Minister Dr. h.c. Johannes R. Becher überreichte Thomas Mann die Ehrenurkunde.
UBz.: Thomas Mann nach dem Festakt beim Verlassen des Deutschen Nationaltheaters in Weimar. (rechts) Minister Dr. h.c. Johannes R. Becher

Kommunistenhetze ist Kriegshetze!

Man kann dem deutschen Schriftsteller Thomas Mann (1875-1955) nun nicht gerade vorwerfen, ein Kommunist zu sein. Er war einer der bedeutendsten Schriftsteller überhaupt. Unvergänglich sind seine Romane „Die Buddenbrocks – Verfall einer Familie“, „Doktor Faustus“ oder „Joseph und seine Brüder“. 1933 mußte Thomas Mann aus Deutschland emigrieren. Mit Aufsätzen und Rundfunkreden setzte er vom Ausland aus seinen Kampf gegen den Faschismus fort und rief das deutsche Volk zum Widerstand auf. Sein unbeirrbarer „Weg zum Humanismus, der ihm eingeboren, konnte lange Wegstrecken hindurch abgelenkt werden. Je dringender sich aber der Kampf zwischen Barbarei und Menschenwürde dem Gipfel näherte, desto unzweideutiger rie Thomas Manns Stimme, die lebendige und geschriebene seinem Volke und der kämpfenden Menschheit zu, in welchem Lager der Sieg sein werde, weil in ihm die wahre Freiheit, der echte Kampf um Aufstieg, um die Bereicherung der menschlichen Gesellschaft und die gestaltung eines schöpferischen Lebens daheim sei“. Mit diesen Worten kennzeichnete Arnold Zweig in seinem Nachruf zum Tode Thomas Manns den Weg des Dichters zum Kritiker des Bürgertums, der letztlich im Sozialismus die Zukunft der Menschheit sah.

Thomas Mann

ÜBER DEN BESUCH IN WEIMAR Weiterlesen

Im Mai 1952 rief der Pfarrer Herbert Mochalski zu einer „Jugendkarawane gegen Wiederaufrüstung und Generalvertrag“ am 11. Mai 1952 in Essen auf. Innenminister Arnold aber verbot die Veranstaltung mit der fadenscheinigen Begründung, man habe wegen verschiedener Veranstaltung nicht genug Polizei.

Ein Kulturschock

Siebzig Jahre NRW

Von Günter Ackermann

nrwIch kam mit 13 Jahren das erste Mal nach NRW, ins schwarze Kleve. Vorher ging ich in der DDR in die Schule, wollte aber zu meiner Pflegemutter, meiner Tante und die wohnte inzwischen in Kleve. Man sagt, der Niederrhein ist so schwarz, dass sie im Kohlenkeller noch Schatten werfen. Weiterlesen

„IKARUS. Mein wunderbares richtiges Leben im doch so miesen falschen. Lebensschnipsel eines militanten Pazifisten aus drei Ismen“ – von Karl-Heinz Otto

popow_ikarusZIELGENAU

Buchtipp von Harry Popow

IKARUS ist nicht totzukriegen. Hatte er vor 27 Jahren den Gegner noch mit modernsten Fla-Raketen-Komplexen in Schach gehalten, so hält er nunmehr die laut Weißbuch der Bundeswehr wieder in den Kriegsstartlöchern lauernden Menschenfeinde mit mentalen Pfeilspitzen im Visier. Weiterlesen

Jede Art von Bildung beruht auf einer bestimmten Weltanschauung: auf materialistischem oder idealistischem Verständnis der Natur und der Gesellschaft, je nachdem welche Gesellschaft die herrschende ist.

bolschewik
ÜBER DAS BILDUNGSYSTEM

Von Rafik Kulijew

Übersetzung: Florian Geißler

Quelle: Bolschewik.org vom 26.05.2016

„Gehen wir von der physischen auf die geistige Lage der Arbeiter über.
Wenn die Bourgeoisie ihnen vom Leben so viel läßt, als eben nötig ist,
so dürfen wir uns nicht wundern, wenn sie ihnen auch nur so viel Bildung gibt,
als im Interesse der Bourgeoisie liegt.“
F.Engels [1]

Oft wird die Frage gestellt, welche Art von Bildung wohl besser ist, die sowjetische oder die moderne russische, d.h. die bürgerliche Bildung? Und die Antwort ist, je nachdem, wer auf diese Frage antwortet – die Verteidiger der sowjetischen oder der bürgerlichen Bildung –,  natürlich sehr unterschiedlich. Wir  wollen uns hier nicht die Aufgabe stellen, alle Argumente zu besprechen, die von den Verteidigern der sowjetischen Bildung bzw. der bürgerlichen Bildung vorgebracht werden, jedoch sei festgestellt, daß sogar die Verteidiger der bürgerlichen Bildung nicht leugnen können, daß die sowjetische Bildung in jeder Beziehung der bürgerlichen Bildung überlegen war: in methodischer Hinsicht, was das Wissen anbelangt, das durch die Ausbildung vermittelt wurde, und was die geistige Entwicklung der Ausgebildeten betrifft. Weiterlesen