Russland hat zunächst im Konflikt um die Ukraine das Bestreben Berlins durchkreuzt, das gesamte Land unversehrt per EU-Assoziierung in die deutsche Hegemonialsphäre zu übernehmen

Vom Frontstaat zur Transitzone

BREMERHAVEN/GARLSTEDT/BERGEN

german-foreign-policy vom 13.01.2017 - Mit logistischer Unterstützung der Bundeswehr sind die ersten Soldaten einer vollständigen US-Brigade am gestrigen Donnerstag in Polen eingetroffen. Die Third Armored Brigade wird sich mit über 4.000 Soldaten sowie mehr als 2.000 Panzern, Haubitzen und Militärtransportern in Polen sammeln, um anschließend in sechs östlichen EU-Staaten von Estland bis Bulgarien Kriegsübungen durchzuführen – in größtmöglicher Nähe zu Russland. Im Rahmen der „Operation Atlantic Resolve“ zur Verlegung der Truppen stellt die Bundeswehr umfangreiche logistische Hilfsleistungen bereit und geleitet die US-Truppen von Bremerhaven durch insgesamt fünf Bundesländer an ihr Ziel. Deutschland, im Kalten Krieg „Frontstaat“, sei mit der Ausdehnung seines Einflussbereichs in Richtung Osten jetzt zur „Transitzone“ für militärische Aufmärsche geworden, heißt es bei der Bundeswehr: Man müsse die Bevölkerung daran gewöhnen und „Vertrauen aufbauen“, zumal Großverlegungen wie etwa die „Operation Atlantic Resolve“ in Zukunft regelmäßig stattfänden. Die Unterstützung für die US-Truppenverlegung entspricht deutschen Interessen: Russland ist dem Bestreben Berlins, seine Hegemonialsphäre auszudehnen, jüngst zweimal erfolgreich entgegengetreten – in der Ukraine und in Syrien. Weiterlesen

Zu fragen bleibt nur, welche Räson ein Staat noch beanspruchen darf, der eine Politik betreibt, die sich in pseudodemokratischem Gestus immer mehr von Impulsen der »Volksseele« leiten lässt – zumal sich die »Volksseele«, freilich von eben dieser Politik mitgeformt und angeheizt, zunehmend in alltags¬rassistischem und nationalistischem Gedröhn suhlt

Moshe ZuckermannAufstand der Massen

Israel und der Fall Elor Asaria

Von Moshe Zuckermann

Prof. Dr. Moshe Zuckermann lehrt Geschichte und Philosophie an der Universität Tel Aviv. Zuletzt erschien von ihm das Buch »Freud und das Politische. Psychoanalyse, Emanzipation und Israel« (Promedia-Verlag, Wien 2016) Weiterlesen

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Deutschen Bundestag, Norbert Röttgen, fordert erneut eine Verschärfung der Sanktionen gegen Russland und will sie zudem auf Syrien und Iran ausweiten.

mossul2Aleppo, Mossul und die Hegemonie

BERLIN/DAMASKUS/BAGDAD

german-foreign-policy vom 20.12.2016 – Angesichts eines möglichen massiven Einflussverlusts der westlichen Mächte im Nahen Osten verschärfen deutsche Außenpolitiker ihre Sanktionsdrohungen gegen Moskau. Mit wirtschaftlichen Strafmaßnahmen müssten angebliche oder tatsächliche Kriegsverbrechen russischer Militärs in Ost-Aleppo geahndet werden, fordert der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Bundestag, Norbert Röttgen (CDU). Harte Kritik an der auch in Deutschland tobenden Propagandakampagne zu der brutal geführten Schlacht um Ost-Aleppo übt der renommierte britische Nahostkorrespondent Robert Fisk. Fisk konstatiert, es sei bemerkenswert, dass die Milizen in Ost-Aleppo als „Rebellen“ bezeichnet würden; da unter ihnen eine der stärksten ein Al Qaida-Ableger sei, werde damit immerhin die Organisation aufgewertet und in Schutz genommen, die für die Anschläge vom 11. September Verantwortung trage. Davon abgesehen werden die zahlreichen zivilen Todesopfer westlicher Luftangriffe im Krieg gegen den IS beschwiegen; eine bekannte US-NGO beziffert sie auf bislang mehr als 2.000. Die berüchtigten doppelten Standards der westlichen Propaganda begleiten vergebliche Bemühungen europäischer Mächte und der USA, russische Einflussgewinne in Nah- und Mittelost zu verhindern. Weiterlesen

Wir einfachen Menschen wollen keinen Krieg, weder gegen Russland noch gegen sonst wem. Da mag auch der Bouillon-Minister noch so sehr von Kriegszustand schwafeln.

Innenminister des Saarlandes Klaus Bouillon: Würden sie dem auch nur 5 € leihen?

Innenminister des Saarlandes Klaus Bouillon:
Würden sie dem auch nur 5 € leihen?

Mordanschlag von Ankara und Berlin

Die Heuchelei der Herrschenden

Von Günter Ackermann

1. Der Mordanschlag von Ankara

Am 19, Dezember 2016 erschoss – einem Tag vor dem geplanten Treffen des Außenministers der Türkei mit dem Russlands und des Iran – ein türkischer Polizist unter Rufen von islamistischen Parolen den Botschafter Russlands in der Türkei Andrej Karlow. Nach offiziellen Angaben des Bürgermeisters von Ankara, Melih Gokcek, war der Attentäter Mitglied der Anti-Terroreinheit in der türkischen Hauptstadt. Der Ausweis des Attentäters hat ergeben, dass der Attentäter Mitglied einer Spezialeinheit der Polizei in Ankara war und Mert Altintas hieß… Weiterlesen

Durch die in allen Massenmedien ausgestrahlte Geschichte des Mädchens Nayirah konnte die westliche Öffentlichkeit von einem Angriff auf den Irak überzeugt werden. Sie war gelogen.

 

Der lügende Teenager vor der Weltpresse: sie war die Tochter des Botschafters von Kuweit in den USA und ihre Geschichte stammte von einer PR-Agentur

Der lügende Teenager vor der Weltpresse: sie war die Tochter des Botschafters von Kuweit in den USA und ihre Geschichte stammte von einer PR-Agentur

Vorbemerkung: Solch eine ähnliche Szene offerierten uns die letzten Tage auch das deutsche Staatsfernsehen. Ein weinendes Mädchen, das über angebliche Gräuel mit weinerlicher Stimme berichtete. Alles schon gehabt. Auch das das Machwerk einer PR-Agentur.

Auch Hitler rechtfertigte so seinen Krieg 1939. Bush>Obama>Hitler usw. Glauben wir ihnen nicht und halten wir uns an das Solidaritätslied von Brecht: „Reden erst die Völker selber, werden sie schnell einig sein…“ Unsere Feinde sind nicht die Völker der Welt. G.A.

10. Oktober 1990, Brutkastenlüge:

USA schwindeln sich in den Irakkrieg

von Bürgender

Quelle: gegenfrage 10. Oktober 2016

Um die Öffentlichkeit von einem Krieg gegen den Irak zu überzeugen, erfand eine US-amerikanische PR-Firma die sogenannte Brutkastenlüge. Demnach hätten irakische Soldaten Hunderte frühgeborene Babys in Kuwait aus ihren Brutkästen gerissen und getötet. Die Geschichte wurde von einem weinenden Mädchen vorgetragen, das sich später als Tochter des kuwaitischen Botschafters in den USA herausstellte. Die Brutkastenlüge ging als Paradebeispiel für Desinformation durch die Massenmedien in die Geschichte ein. Weiterlesen