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Swjaschtschennaja Woina 

(Der Heilige Krieg) 

Sowjetische Hymne des Großen Vaterländischen Krieges (mp3)

1941, unmittelbar nach Beginn des Überfalls Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion, entstand das Lied der Roten Armee.

Der heilige Krieg

1. Steh auf, steh auf, du Riesenland!
Heraus zur größten Schlacht!
Den Nazihorden Widerstand!
Tod der Faschistenmacht!

Es breche über sie
der Zorn wie finstre Flut herein.
Das soll der Krieg des Volkes,
der Krieg der Menschheit sein.

2. Den Würgern bieten wir die Stirn,
den Mördern der Ideen.
Die Peiniger und Plünderer,
sie müssen untergehn.
Es breche über sie
der Zorn wie finstre Flut herein.
Das soll der Krieg des Volkes,
der Krieg der Menschheit sein.

3. Die schwarze Schwinge schatte nicht
mehr uns überm Heimatland.
Und nicht zertrete mehr der Feind
uns Feld und Flur und Strand.
Es breche über sie
der Zorn wie finstre Flut herein.
Das soll der Krieg des Volkes,
der Krieg der Menschheit sein.

4. Wir sorgten dafür, daß der Brut
die letzte Stunde schlägt.
Den Henkern ein für allemal
das Handwerk jetzt gelegt.
Es breche über sie
der Zorn wie finstre Flut herein.
Das soll der Krieg des Volkes,
der Krieg der Menschheit sein.

Text: Wassili Lebedew-Kumatsch
Musik: Anatoli Alexandrow
Dt. Nachdichtung: Stepham Hermlin

Swjaschtschennaja Woina abspielen

Sowjetisches Ehrenmahl in Berlin-Tiergarten

Nikolaj E. BersarinDank Euch, Ihr Sowjetsoldaten,

Euch Helden der Sowjetunion!

Generaloberst Nikolai Erastowitsch Bersarin zum Gedenken

Antikommunistisches Feindbild der bürgerlichen Propaganda

Wenn man die Medien verfolgt, wenn sie über den 8. Mai 1945 berichten, kommt immer der Hinweis, dass die Russen undiszipliniert und schmutzig waren, mit uri-uri-Rufen den ach so kultivierten deutschen Soldaten die Uhren abnahmen, Städte und Dörfer plünderten, Frauen und Mädchen vergewaltigten und überhaupt noch nicht einmal mit einer Toilettenspülung klar kamen. Kurz: sie waren, so will es die Propaganda, unkultiviert, primitiv und brutal.

Die Realität sah aber anders aus. Ich war damals ein kleiner Junge in einem Arbeiterviertel von Erfurt geboren. Verwandte und Nachbarn waren zum großen Teil Antifaschisten, einige aktiv im Widerstand.

Als die US-Truppen abmarschierten und die Rote Armee kam, prangte über der Hauptstraße im Stadtteil ein Transparent mit der Losung: „Wir begrüßen die Rote Armee – unsere Befreier!“ Die Häuser in unserer Straße waren m it roten Fahnen geschmückt.

Das gab es auch. Von Plünderungen, Vergewaltigungen usw. keine Spur.

Die sowjetische Besatzungsmacht veranlasste zunächst die Zulassung von demokratischen  Parteien, nicht nur der kommunistischen. Die USA-Besatzungsmacht vorher hatte Parteien strickt verboten.

In Berlin, wo bis in den Mai Haus für Haus erkämpft werden musste, war die Lage für die Zivilbevölkerung chaotisch. Nichts funktionierte mehr. Es gab keine Energie, kein Wasser, die Kanalisation war zerstört, die öffentlichen Verkehrmittel außer Betrieb, es gab keine Lebensmittel usw.

Ein Arbeitersohn und Kommunist wird Stadtkommandant von Berlin

In der letzten Phase des Kampfes um Berlin, am 24. April 1945, ernannte der legendäre Marschall Schukow Generaloberst Nikolai Erastowitsch Bersarin zum Stadtkommandanten von Berlin.

General Bersarin veranlasste, dass in den eroberten Stadtteilen bereits am 27. April 1945 – es waren zunächst die östlichen Stadtteile Köpenick und Rahnsdorf – das erste Brot auf Lebensmittelkarten verkauft werden konnte, das Kraftwerk Rummelsburg war, nachdem es von den sowjetischen Truppen erobert worden war, bereits teilrepariert und wieder am Netz.

General Bersarin veranlasste nach Beendigung der Kämpfe, dass die Straßen- und U-Bahnen instand gesetzt wurden und wieder fuhren.

Unter Bersarin wird die Verwaltung der Stadt organisiert, eine Polizei aufgestellt, das Gesundheitswesen wird wiederhergestellt. Bersarin will möglichst schnell die Theater wieder eröffnen und das Kulturleben erneuern.

Bereits am 16. Juni 1945 verunglückt der General der Roten Armee und Arbeitersohn bei einem Motorradunfall tödlich.

Berlin ehrt ihn 1946 damit, dass der Baltenplatz in der östlichen Mitte in Bersarinplatz umbenannt wird. 1975 wird ihm die Ehrenbürgerwürde vom Magistrat von Berlin (DDR), wegen seiner Verdienste um die Stadt, verliehen. 

Paul von Beneckendorff und von HindenburgEr ist noch immer Ehrenbürger von Berlin:

Hitlers Steigbügelhalter Paul von Beneckendorff und von Hindenburg

Seit 1933 ununterbrochen Ehrenbürger Berlins - er wurde es gemeinsam mit Adolf Hitler

Der Skandal

1992 werden die DDR-Ehrungen für Bersarin rückgängig gemacht und er wird aus der Ehrenbürgerliste Berlins gelöscht. Ein anderer General aber wird immer noch in der Ehrenbürgerliste geführt – er stand allerdings in der Westberliner Ehrenbürgerliste: Hitlers Steigbügelhalter Paul von Beneckendorff und von Hindenburg ziert ununterbrochen seit 1933 die Ehrenbürgerliste von Berlin. Diese Würde bekam er 1933 gemeinsam mit Adolf Hitler verliehen. Der wurde allerdings gelöscht.

Die Gründe, warum General Bersarin nicht Berliner Ehrenbürger bleiben durfte, werden wohl gewesen sein, dass ein sowjetischer General nicht ins antikommunistische Bild der Regierenden der BRD passte. Die wollten brutale Frauenvergewaltiger haben. Ein sowjetischer Soldat aber, der sich um die Menschen des besetzten Berlin kümmerte, der ihnen half, die Folgen des Krieges zu überwinden, passt nicht ins Schema, das die Propaganda uns einzuhämmern versucht.

Jedoch Bersarins Verdienste sind nicht zu verheimlichen. Dazu trug auch bei, dass das Museum in Berlin-Karlshorst, dem ehemaligen Hauptquartier der Roten Armee, Bersarin eine Sonderausstellung widmete. Damit wurde offenkundig, was dieser Soldat und Kommunist für die Menschen Berlins getan hat. 2003 wurde er dann erneut in die Ehrenbürgerliste aufgenommen. Ob er gewollt hätte, mit einen Hindenburg zusammen diese Ehrung zu haben?

Nur seine Pflicht getan?

Die Gegner der Wiederernennung Generals Bersarins zum Ehrenbürger aus der Berliner Landespolitik, v.a. aus der CDU, wagten zwar nicht, Bersarins Verdienste in Abrede zu stellen, meinten aber, er habe nur seine Pflicht erfüllt.

Damit könnten sie sogar Recht haben, wenn auch anders, als sie meinen.

- Genosse Bersarin tat „nur“ seine Pflicht, seine Pflicht als Bürger der Sowjetunion, deren damaliger Führer J. W. Stalin am 22. Februar 1942, als die Nazitruppen vor Moskau standen, sagte:

„Es wäre aber lächerlich, die Hitlerclique mit dem deutschen Volke, mit dem deutschen Staate gleichzusetzen. Die Erfahrungen der Geschichte besagen, dass die Hitler kommen und gehen, aber das deutsche Volk, der deutsche Staat bleibt.

Die Stärke der Roten Armee besteht endlich darin, dass sie keinen Rassenhass gegen andere Völker, auch nicht gegen das deutsche Volk, hegt und hegen kann, dass sie im Geiste der Gleichberechtigung aller Völker und Rassen, im Geiste der Achtung der Rechte anderer Völker erzogen ist.“

In diesem Sinne handelte Bersarfin - er und die Rote Armee handelten in diesem Sinne. Also erfüllte er „nur“ seine Pflicht.

- Genosse Bersarin tat „nur“ seine Pflicht, seine internationalistische Pflicht als Kommunist. Er konnte und wollte dazu beitragen, dass in dem Lande, aus dem Karl Marx und Friedrich Engels stammen, möglichst schnell die Folgen der Hitlerbarbarei überwunden werden. Er handelte dabei im Sinne seiner Partei, der Kommunistischen Partei der Sowjetunion, der Partei Lenins und Stalins.

Die entsetzlichen Verbrechen, die die deutschen Faschisten in der Sowjetunion begingen, konnten und sollten nicht mit Gleichem vergolten werden. das wusste er und das war Linie seiner Partei.

Auch nicht, das unsägliche Leid, das die Belagerung seiner Heimatstadt Leningrad (September 1941 bis  Januar 1944) über die Einwohner der Stadt an der Newa gebracht hat - die Toten der Kämpfe, die Verhungerten und Erfrorenen durch die Folgen der Belagerung. 

In Leningrad starben bis zu 1 Million Menschen. Die Hungersnot durch die Belagerung war so entsetzlich, dass neben Hunden, Katzen, Baumrinde, Sägemehl sogar Ratten als Nahung dienen mussten.

Die Rote Armee hat dies nicht mit Gleichem vergolten. Daher erfüllte Genosse Bersarin „nur“ seine Pflicht.

Biografie eines Kommunisten und Generals

Nikolai Erastowitsch Bersarin wird am 1. April 1904 in St. Petersburg (später Leningrad) als Sohn eines Schlossers geboren.

Im Alter von 10 Jahren beginnt er eine Buchbinderlehre und tritt im Alter von 14 Jahren 1918 in die Rote Armee ein.

Bersarin nimmt teil an den Kämpfen gegen die britischen Interventionstruppen und am Kampf gegen die Weißgardisten, die die junge Sowjetmacht zu Fall bringen wollen.

1923 wird er als Kommandeur auf eigenem Wunsch nach Sibirien versetzt.

1926 Eintritt in die Kommunistische Partei der Sowjetunion.

1938 versucht die Achsenmacht Japan im Gebiet des Chassan-Sees einen Grenzzwischenfall zu provozieren. Bersarins 32. Schützendivision hat bedeutenden Anteil bei der Abwehr der Aggressoren. Bersarin erhält von Stalin den Rotbannerorden der Sowjetunion verliehen.

Nach dem Überfall Hitler-Deutschlands auf die UdSSR nimmt Bersarin am Kampf gegen den Faschismus teil und wird 1943 schwer verwundet.

Mai 1944  Ernennung zum Oberbefehlshaber der 5. Stoßarmee.

August: Bersarins Truppen durchbrechen die deutsche Linie am Djnestr. Er erhält dafür den Leninorden und wird zum Generaloberst befördert

Unter Schukow und Bersarin befreit die Rote Armee Polen und dringt bis Berlin vor.

Am 22. April 1945  erreicht Bersarins 5. Stoßarmee den Berliner S-Bahn-Ring und das östliche Spreeufer.

Am 24. April 1945 wird Bersarin Stadtkommandant von Berlin.

16. Juni 1945 Bersarin stirbt bei einem Motorradunfall in Berlin.  

G.A.

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Einige sowjetische Waffen des Großen Vaterländischen Krieges

Der legendäre sowjetische Kampfpanzer T34

Sowjetischer Raketenwerfer, die sog, Stalinorgel

schweres wassergekühltes Maschinengewehr "Maxim"

Maschinenpistole PPSH 41

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Dank Euch, Ihr Sowjetsoldaten

Komposition: Hanns Eisler

Text: Johannes R. Becher

 

Wer hat vollbracht all die Taten

Die uns befreit von der Fron?

Es waren die Sowjetsoldaten,

Die Helden der Sowjetunion.

Dank Euch, Ihr Sowjetsoldaten,

Euch Helden der Sowjetunion!

 

Wem dankt all das Gute und Schöne

Der deutsche Arbeitersohn?

Er dankt es dem Blut der Söhne,

Der Söhne der Revolution!

Vergeßt nicht das Blut der Söhne,

Der Söhne der Revolution!

 

Die Welt vom Licht überflutet -

Wir wußten es immer schon:

Für aller Glück hat geblutet

Das Herz der Sowjetunion.

Es hat auch für dich geblutet,

Das Herz der Sowjetunion!

 

Sterne unendliches Glühen

Lieder singen davon:

Es brachte die Welt zum Blühen

Das Blut der Sowjetunion.

Es brachte der Welt den Frieden

Die Macht der Sowjetunion

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Aus dem »Befehl Nr. 1 des Chefs der Besatzung der Stadt Berlin«

Heute bin ich zum Chef der Besatzung und zum Stadtkommandanten von Berlin ernannt worden. Die gesamte administrative und politische Macht geht laut Bevollmächtigung des Kommandos der Roten Armee in meine Hände über. In jedem Stadtbezirk werden gemäß der früher existierenden administrativen Einteilung militärische Bezirks- und Revierkommandanturen eingesetzt.

Ich befehle:

Die Bevölkerung der Stadt hat volle Ordnung zu bewahren und an ihren Wohnsitzen zu verbleiben.

Die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei und alle ihr unterstellten Organisationen (Hitlerjugend, N.S. Frauenschaft, N.S. Studentenbund usw.) sind aufzulösen. Ihre Tätigkeit wird hiermit verboten.

Das gesamte führende Personal aller Dienststellen der N.S.D.A.P., Gestapo, Gendarmerie, des Sicherheitsdienstes, der Gefängnisse und aller übrigen staatlichen Dienststellen hat sich binnen 48 Stunden nach Veröffentlichung dieses Befehls in den militärischen Bezirks- und Revierkommandanturen zwecks Registrierung zu melden.

Binnen 72 Stunden haben sich ebenfalls alle in der Stadt Berlin verbliebenen Angehörigen der deutschen Wehrmacht, der SS und der SA zwecks Registrierung zu melden.

Wer sich zu der festgesetzten Frist nicht meldet oder wer sich der Verbergung solcher Personen schuldig macht, wird gemäß den Gesetzen der Kriegszeit zu strenger Verantwortung gezogen.

3. Die Beamten und Angestellten der Bezirksdienststellen haben sich zu mir zwecks Bericht über den Zustand ihrer Dienststellen und Entgegennahme von Anweisungen über die weitere Tätigkeit dieser Dienststellen zu melden.

4. Alle kommunalen Betriebe wie Kraft- und Wasserwerke, Kanalisation, städtische Verkehrsmittel (Untergrund- und Hochbahn, Straßenbahn und Trolleybus); alle Heilanstalten; alle Lebensmittelgeschäfte und Bäckereien haben ihre Arbeit zur Versorgung der Bevölkerung wieder aufzunehmen.

Arbeiter und Angestellte der obengenannten Betriebe haben an ihren Arbeitsstätten zu bleiben und ihre Pflichten weiterzuerfüllen.

5. Angestellte der staatlichen Verpflegungslager sowie Privateigentümer von Lebensmittellagern haben binnen 24 Stunden nach Veröffentlichung dieses Befehls alle vorhandenen Lebensmittelvorräte bei den militärischen Bezirkskommandanten zwecks Registrierung anzugeben und sie nur mit Erlaubnis der militärischen Bezirkskommandanten herauszugeben. (...)

Der Chef der Besatzung und Stadtkommandant von Berlin

Oberbefehlshaber der N-ten Armee

Generaloberst N. Bersarin

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