W.I. Lenin: Vom Standpunkt der ökonomischen Bedingungen des Imperialismus, d.h. des Kapitalexports und der Aufteilung der Welt durch die „fortgeschrittenen“ und „zivilisierten“ Kolonialmächte, sind die Vereinigten Staaten von Europa unter kapitalistischen Verhältnissen entweder unmöglich oder reaktionär.

lenin-rednerÜber die Losung der Vereinigten Staaten von Europa

Wladimir Iljitsch Lenin

Gedruckt nachzulesen in: Lenin Werke, Band 21, Seite 342-346; Dietz Verlag Berlin, 1972

Quelle: ML-Werke

In Nr. 40 des „Sozial-Demokrat“ teilten wir mit, dass die Konferenz der Auslandssektionen unserer Partei beschlossen hat, die Frage der Losung „Vereinigte Staaten von Europa“ bis zur Erörterung ihrer ökonomischen Seite in der Presse zu vertagen.1 Weiterlesen

Von 513 Deputierten der Abgeordnetenkammer Brasiliens sind 248 Millionäre. Gewählt wurden Kandidaten, die sowohl religiöse Fundamentalisten wie auch die sogenannte Ruralisten, also Großagrarier bzw. Latifundisten, vertreten. Die aktuelle Zusammensetzung des Parlaments gilt als die konservativste seit 1964.

Unordnung und Rückschritt

Offen neoliberal. Nach Absetzung von Staatschefin dilma-rousseff-reeleita Rousseff wird in Brasilien wieder gegen die Armen regiert

Von Achim Wahl

Quelle: JungeWelt vom 30. Dezember 2016

Die weltweite Rechtswende hat auch Brasilien erfasst. Dilma Rousseff, die damalige Präsidentin von der sozialdemokratischen Arbeiterpartei (PT), wurde im Sommer dieses Jahres mit ausgesprochen fragwürdigen Mitteln aus ihrem Amt gedrängt. Seither regiert ein neoliberal ausgerichtetes Kabinett und beseitigt die wenigen sozialen Errungenschaften früherer Jahre. Die brasilianische Linke muss sich von diesem Rückschlag erst einmal erholen. Über die Lage in dem größten lateinamerikanischen Land wird auf der XXII. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz von junge Welt am 14. Januar in Berlin der Parlamentsabgeordnete Jean Wyllys unter dem Titel »Der Kampf gegen den Rückschritt und der Aufbau einer neuen Linken« berichten. Wyllys sitzt im brasilianischen Nationalkongress und ist Mitglied des Partido Socialismo e Liberdade. (jW) Weiterlesen

Hans Marchwitza, ein schreibender Bergmann und Kommunist

marchwitza_spanien_bearbeitet-1Hans Marchwitza, ein schreibender Bergmann und Kommunist

Zum 52. Todestag am 17. Januar

Von Günter Ackermann

siehe auch:  „Sturm auf Essen“ mehr

Sein Buch „Sturm auf Essen“ ist der Klassiker der Berichte über die Kämpfe des Proletariats des Ruhrgebiets nach dem 1. Weltkrieg. Ein Klassiker auch deshalb, weil Marchwitza mit dabei war. Er war als einfacher Arbeiter Kompaniechef bei der Roten Ruhrarmee und kämpfte selbst mit  der Waffe in der Hand gegen Kapp-Putschisten, Reichswehr und preußischer Polizei unter dem Oberbefehl des Innenministers und Sozialdemokraten Carl Severing. Die preußische Polizei übertraf in Mannschaftsstärke und Bewaffnung die Reichswehr. Weiterlesen

Sturm auf Essen

sturm_auf_EssenSturm auf Essen

Von Hans Marchwitza

Quelle: Nemesis – Sozialistisches Archiv für Belletristik

Erstes Kapitel

Es ist das Jahr 1918 und Winter.

Schnee fällt.

Die Männer, die den Krieg überlebt haben, kommen heim. Die Zechenhäuser, in die sie zurückkehren, sind grau und schief, und ihr Verputz sieht aus wie das abgeschundene Fell alter Grubengäule. Die „Grabentiere” sollen wieder Väter, Ehemänner, Brüder, Söhne werden. Die Frauen schreien, Mütter schreien, Schwestern heulen : „Er ist wieder da, o mein Gott!” O mein Gott! Die Kinder fragen den fremden Mann, der ihr Vater ist: „Bringst du Brot mit?”

Das Wort „Brot” wirkt wie der Duft von Blumen in einem Märchen. „Heiliges Brot”, stammeln die vor Hunger zitternden alten Leute, während sie das ihnen hingehaltene Stück mit aller Scheu hinnehmen. „Die Totgeglaubten dachten an uns.” Weiterlesen