Vor ihrer Absetzung hatte Rousseff wiederholt die Öffentlichkeit alarmiert, daß in ihrem Land ein „Putsch“ am Laufen sei. Hunderttausende, mobilisiert von breiten linken Bündnissen, demonstrierten gegen ihre Absetzung.

dilma-rousseffGangster am Ruder

Rechter Umsturz und wachsender Widerstand in Brasilien

Von Peter Steiniger

RotFuchs, Heft Juni 2016

Es ist ein Drama. Mit der – theoretisch vorläufigen – Suspendierung der Präsidentin Dilma Rousseff von der Arbeiterpartei (PT) aufgrund der Einleitung eines Amtsenthebungsverfahrens ging eine Ära zu Ende. Mehr als zwölf Jahre lang bestimmten von der PT geführte Regierungen die große Linie der Politik Brasiliens. Mit Sozialprogrammen, die weltweite Anerkennung fanden, wie „Bolsa Familia“ und „Fome Zero“, konnten diese die extreme Armut und den Hunger zurückdrängen. Dank der Politik Rousseffs und vor allem ihres Vorgängers im höchsten Staatsamt, Lula da Silva, verbesserten sich die Lebensbedingungen für Millionen Brasilianer. Menschen aus den unteren Schichten erhielten Zugang zu Bildung und Gesundheit. Auf der Weltbühne spielte Brasilien eine wichtige, selbstbestimmte Rolle im Rahmen der BRICS-Staaten. Weiterlesen

Aktuell liegen die Militärausgaben der NATO beim etwa 13-Fachen der russischen. Und jetzt brauchen wir noch mehr Aufrüstung, um die Sicherheit in Europa zu gewährleisten? Was ist denn das für ein Irrsinn!

Wagenknecht rechnet mit Merkel ab: „Was ist denn das für ein Irrsinn!“

siehe auchWagenknecht-Merkel-1-900x634

Herr Präsident! Liebe Kolleginnen und Kollegen! Frau Bundeskanzlerin, Geschichte wiederholt sich nicht, aber es gibt Phasen, in denen die politischen Uhren rückwärts zu gehen scheinen, unerbittlich zurück in eine Zeit, die sich eigentlich niemand zurückwünschen kann. Wer die Entwicklung der letzten Jahre verfolgt, der wird das beklemmende Gefühl nicht los, dass wir heute in genau so einer Phase leben, und ich möchte mir nicht ausmalen, wie das enden kann. Weiterlesen

… Nein, und genau diese Komplizen konnten Berija keinesfalls erlauben, Ignatjew zu verhaften. Doch wie hätte man ihn davon abhalten können? Es blieb nur, ihn zu ermorden – was dann auch ausgeführt wurde… Nun, und dann verheimlichten sie den Ausgang der Sache

beria-lavrenty03Die Wahrheit über Berija

(Korrigierte Fassung)

Jelena Prudnikowa

Übersetzung: Florian Geißler

Am 26. Juni 1953 erhielten drei vor Moskau stehende Panzer-Regimenter den Befehl des Verteidigungsministers, aufzumunitionieren und in die Hauptstadt einzumarschieren. Einen solchen Befehl erhielt auch eine Mot.Schützendivision. Zwei Divisionen der Luftstreitkräfte und ein Bomber-Verband waren in volle Gefechtsbereitschaft versetzt worden, und warteten auf den Befehl einer möglichen Bombardierung des Kremls. Weiterlesen

Die »Botschaft«, die die NATO laut Schneider in Richtung Rußland »aussendet«, heißt: »Bis hierhin, aber nicht weiter«. Man müßte lachen, wenn es nicht wirklich friedensgefährdend ernst wäre.

NATO-RusslandDie neue Bedrohungslüge

Von Uli Brockmeyer

Quelle: Zeitung vum Lëtzebuerger Vollek vom 8. Juli 2016

Man könnte sich in die Situation der frühen 80er Jahre des vorigen Jahrhunderts zurückversetzt fühlen. Die NATO stationierte in Westeuropa neue Waffensysteme mittlerer Reichweite, die Sowjetunion reagierte in Abstimmung mit den Mitgliedstaaten des Warschauer Vertrages mit der Stationierung ähnlicher Systeme in der DDR. Daraufhin sprach die NATO von einer akuten »Bedrohung« und verkündete den sogenannten Doppelbeschluß: Aufstellung neuer, mit Atomsprengköpfen bestückter Raketen und Verhandlungen über die Begrenzung von Waffensystemen. Die Bedrohungslüge der NATO wurde zwar von Militärexperten beider Seiten rasch aufgedeckt, blieb aber dennoch offizielle NATO-Politik. Weiterlesen

2009 hat Wiesel mit ganzseitigen Anzeigen in zahlreichen großen Zeitungen auf dem amerikanischen Kontinent dafür geworben, dass Jerusalem allein den Juden gehört. Das begründete er mit Argumenten, die aus einer bisweilen peinlichen Mischung aus Rassismus, Pathos und Geschichtsklitterung bestanden.

elie_wieselWar Elie Wiesel das Gewissen der Welt?

Der Semit vom 5. Juli 2016 

von Abi Melzer

Elie Wiesel ist gestorben und die Weltpresse wird nicht müde ihn zu loben und zu preisen. „Elie Wiesel verkörperte die Entschlossenheit des menschlichen Geistes, die dunkelsten Teufel zu bezwingen.“ Sagte Israels Staatspräsident Reuven Rivlin. „Sein Leben war dem Kampf gegen jede Form von Hass gewidmet – er war uns ein Vorbild.“ Und für Bundeskanzlerin Angela Merkel war Wiesel „ein eindringlicher Mahner und ein großherziger Versöhner.“ Und sie vergisst nicht zu erwähnen, dass Elie Wiesel „uns Deutschen die Hand ausgestreckt hat.“ Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland sagte, Wiesel „stiftete durch sein Wirken Frieden und Versöhnung.“ Weiterlesen