In Verlautbarungen der Miliz scheine „immer wieder ihr Ressentiment gegenüber Christen, Alawiten und Schiiten durch“, berichtet der SWP-Experte; das zeige sich „schon am Vokabular“

Im Bündnis mit Al Qaida

BERLIN/DAMASKUS

Al Nusra tgerman-foreign-policy vom 12.04.2016– Der Waffenstillstand in Syrien droht von einer Miliz zu Fall gebracht zu werden, die von Verbündeten Deutschlands aufgerüstet und auf Druck auch der Bundesregierung in die Genfer Syrien-Verhandlungen eingebunden wurde. Berichten zufolge nimmt die Miliz Ahrar al Sham zur Zeit an einer Militäroffensive des Al Qaida-Ablegers Al Nusra teil. Während für Al Nusra der Waffenstillstand nicht gilt, ist Ahrar al Sham in ihn einbezogen. Die Miliz ist von Berlins NATO-Partner Türkei sowie von Qatar, einem zentralen Verbündeten der Bundesrepublik in Mittelost, finanziert und aufgerüstet worden. Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat sich energisch dafür eingesetzt, sie in die Oppositionsdelegation bei den Genfer Verhandlungen aufzunehmen, obwohl sie seit Jahren eng mit Al Nusra (Al Qaida) kooperiert. Eine neue Analyse der Berliner Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) bestätigt, dass die militärische Kooperation auf großer ideologischer Nähe beruht. Auch sei Ahrar al Sham in Massaker an der alawitischen Minderheit involviert gewesen. Die Miliz werde oft als „syrische Taliban“ bezeichnet, berichtet ein führender deutscher Salafismus-/Jihadismus-Experte. Wie er erklärt, stärkt, „wer sie aufwertet, indirekt … al Qaida“. Dies trifft enge Verbündete Berlins sowie das Auswärtige Amt. Weiterlesen

Oh je!!! Was für eine Sprache? Mitunter mutet sie an wie ein sehr einfacher Straßenjargon, gemixt mit banalem Gewäsch: „Die Zunge befühlt den schmerzenden Zahn. Das Weltall befühlt die Erde. Der Wind greift einen jungen Apfel aus dem Baum, dreht ihn an seinem Stiel um sich selbst und schleudert ihn auf den Kiesweg. (…) Die Welt ist ein Mosaik aus Tabletten und Pillen und dem Lächeln einer klaffenden Wunde, die sie mit Klammern auseinanderhalten und unter das Mikroskop schieben. Jemand streichelt mein Haar.“

Roman von Frank Witzel: „Die Erfindung der Roten Armee Fraktion durch einen manisch-depressiven Teenager im Sommer 1969“

raf-erfindung_bearbeitet-1Die ausradierte Botschaft

NRhZ_Erfindung RAF

Buchtipp von Harry Popow

Oh je!!! Was für eine Sprache? Mitunter mutet sie an wie ein sehr einfacher jugendlicher Straßenjargon, gemixt mit banalem Gewäsch aus dem Blickwinkel eines 14-Jährigen, dann aber dies: Seite 9: „…Claudia kramt im Handschuhfach nach einer Waffe. (…) Wo ist denn die Erbsenpistole? Vergessen, aber die Wasserpistole ist echt gut, die hat vorne `nen Ring, da kannste um die Ecke schießen.“ Oder auf Seite 209: „Die Zunge befühlt den schmerzenden Zahn. Das Weltall befühlt die Erde. Der Wind greift einen jungen Apfel aus dem Baum, dreht ihn an seinem Stiel um sich selbst und schleudert ihn auf den Kiesweg. (…) Die Welt ist ein Mosaik aus Tabletten und Pillen und dem Lächeln einer klaffenden Wunde, die sie mit Klammern auseinanderhalten und unter das Mikroskop schieben. Jemand streichelt mein Haar.“ Dann stellt der 14-Jährige auf Seite 281 fest, dass die Tiere in beständiger Flucht die Erde vermessen, zu Land, zu Wasser und in der Luft. Und mit dem Speer fest an den Grund gebunden, entstehen dem Menschen Götter, „um bloßzulegen, was der gefrorene Boden birgt… „Warum glauben wir, Dinge hin und her zu schieben bestimme deren Sinn und unseren?“ Weiterlesen

Der feindliche Überfall auf Panama sollte nicht das letzte Kriegsverbrechen sein, das die USA sich zuschulden kommen lassen würden. Es war der Beginn einer hemmungslosen militärischen Unterwerfung all jener Staaten und Regionen, die aus unterschiedlichen Gründen den Schutz ihrer eigenen Souveränität vernachlässigt hatten.

Die vergessene USA-Invasion in Panama

Quelle: Überregionaler gesellschaftlicher Fond zur Unterstützung der strategischen Sicherheit

(Übersetzung: Karin Meinhard

JUST CAUSENachdem 1989 die sozialistische Staatengemeinschaft als eine der letzten Bastionen des Friedens in der Welt zerschlagen war, bediente sich der USA-Imperialismus, begleitet einem ausgeklügelten psychologischem Krieg, zunehmend unverhohlener aggressiver militärischer Machtmittel, um strategisch wichtige Punkte der Erde zu erobern. Da nun auch von der zerfallenden Sowjetunion kein ernsthafter Widerstand mehr zu erwarten war, konnten die USA von nun an fortsetzen, woran die Nazis einst gescheitert waren: die Eroberung der Weltmacht. Der feindliche Überfall auf Panama sollte nicht das letzte Kriegsverbrechen sein, das die USA sich zuschulden kommen lassen würden. Es war der Beginn einer hemmungslosen militärischen Unterwerfung all jener Staaten und Regionen, die aus unterschiedlichen Gründen den Schutz ihrer eigenen Souveränität vernachlässigt hatten. Weiterlesen

Eine Hauptaufgabe des bürgerlichen Staates besteht darin, die Profitmaximierung zu gewährleisten (und damit gleichzeitig die Ausbeutung und Niederhaltung der arbeitenden Massen).

Finanzterrorismus und Navigationsjournalismus

Kommentar von Tibor Zenker zu den „Panama Papers“, ihrer Bedeutung und dem medialen Umgang damit

Quell: PdA

Oh, wie schön, dass es investigativen Journalism
finanzrderror
us gibt! Nie wäre man sonst auf die Idee gekommen, dass in unserer Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung im großen Ausmaß systematischer Beschiss zugunsten der Reichen und Superreichen existiert. Unternehmen und Konzerne, Milliardäre und Millionäre, gut betuchte Sportler und Künstler, korrupte Politiker und hauptberufliche Kriminelle nützen offenbar legale, halblegale und illegale Möglichkeiten, um ihr Vermögen steuerschonend zu verstecken und/oder – im Falle allzu fragwürdiger Herkunft – weiß zu waschen. Hierbei sind ihnen Banken, Anwaltskanzleien und sogar staatliche Einrichtungen behilflich. Man möchte es kaum glauben. Gar nicht auszudenken, was für andere Schweinereien im Kapitalismus sonst noch möglich sein könnten! Wer weiß? Am Ende werden kapitalistische Vermögen womöglich gar nur durch maximale Ausbeutung der arbeitenden Menschen angehäuft? Weiterlesen

Wenn junge Männer anstelle militärischer Bildungseinrichtungen ein Geistliches Seminar besuchen oder sich als Kellner irgendwo herumdrücken, so ist auch das ein Ergebnis der Nach-Stalinschen Pädagogik.

Die Stalinsche Pädagogik

Quelle: Sowjetische Lehrerzeitung vom 14.07.1988

Übersetzung: Florian Geißler, Jena

lehrerWas ist mit Stalinscher Pädagogik gemeint?

Wenn ein Häftling nach dem Bau des Belomor-Kanals einen Orden bekam, so ist Stalinsche Pädagogik. Wenn Jugendliche aufgrund ihres körperlichen Zustands nicht in die Rote Armee aufgenommen wurde, sich aber anstrengten ihn zu verbessern, so ist das Stalinsche Pädagogik. Wenn der ehemalige, verwahrloste Matrossow mit seinem Körper eine Schießscharte verdeckte, und wenn Maresjew ohne seine beiden Beine einen „Barinja“ tanzte, um aufstehen zu können und die Faschisten zu schlagen – wissen Sie, auch dann ist das Stalinsche Pädagogik. Wenn ein hinter den Ural evakuierter Betrieb bereits nach 3-4 Monaten die Produktion wieder aufnahm, und wenn an der Werkbank auf einem Kasten hungrige Jungs in zerrissenen, väterlichen Filzstiefeln standen – so wurden sie mit Stalinscher Pädagogik erzogen. Weiterlesen