Auf welche Regeln und was für Standards USA und EU sich einigen, ist für die hohe Bedeutung der geplanten Partnerschaft nicht weiter von Belang. Der Hinweis, dass die unsrigen „höher“ sind als die der externen Rivalen, langt schon, ebenso wie das Stirnrunzeln beim Verweis auf China oder Russland als alternative Systemadministratoren, für die Klarstellung, worum es eigentlich geht, nämlich um die Entscheidung,wer im zukünftigen Weltgeschäft die Zulassungsbedingungen setzt.

TTIPMit TTIP zur Wirtschafts-NATO

Dollar-Imperialismus und Euro-Binnenmarkt – gemeinsam unüberwindlich

Quelle: Gegenstandpunkt 3-14

Die USA und die EU verhandeln seit gut einem Jahr über eine „Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft“ (TTIP). Dieses Vorhaben hat, anders als das bisherige seit Anfang der 1990er Jahre währende Gezerre auf Beamten- und Ministerebene um ein Transatlantisches Freihandelsabkommen (TAFTA), die allerhöchste Unterstützung durch den US-Präsidenten und die Regierungschefs der EU-Mitgliedstaaten und eine entsprechend hohe Dringlichkeitsstufe. TTIP soll zügig, innerhalb von zwei Jahren, fertig verhandelt werden, und vor allem: Es soll ein „ehrgeiziges“ Abkommen werden, das weit über alle bisherigen Freihandelsabkommen hinausgeht.1) Weiterlesen

50. Jahrestag: USA werfen Atombomben auf Hiroshiman und Nagasaki

hiroshimaGian Luigi Nespoli, Giuseppe Zambon (Hrsg.)

Abels Gesichter HIROSCHIMA NAGASAKI

deutsch /italienisch Format 33 x 24,5 cm

Leinen bebildert

ISBN 978-3-88975-055-6                               35,00 €

deutsch broschiert, Format 33 x 24,5 cm

ISBN 978-3-88975-055-6                                 9,80 €

Die US-amerikanischen Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki vom 6. und 9. August 1945 waren der erste und bislang einzige Einsatz von Atomwaffen in einem Krieg. Die Abwürfe  trugen erheblich dazu bei, dass kurz darauf Kaiser Hirohito mit der Rede vom 15. August die Beendi­gung des „Großostasiatischen Krieges“ bekanntgab. Mit der Kapitulation Japans endete am 2. September der Zweite Weltkrieg auch in Asien, nachdem er in Europa mit der Kapitulation der deutschen Wehr­macht bereits seit dem 8. Mai 1945 beendet war.

Den Befehl zum Einsatz der neuen Waffe gab US-Präsident Harry S. Truman, Nachfolger des am 12. April 1945 verstorbenen Franklin D. Roosevelt, im Haus Erlenkamp in Potsdam, wo die amerikanische Delegation während der Potsdamer Konferenz Quar­tier bezogen hatte. Truman, früher Roosevelts Vize­präsident, hatte bis zum Amtsantritt keine Kenntnis vom „Manhattan-Projekt“, der Entwicklung der Atombombe. Das Motiv für den Einsatz der Bom­ben war, Japan möglichst schnell zur Kapitulation zu bewegen und so den Krieg zu beenden.

Einerseits befürchtete Truman, dass die Sowjetunion Forderungen auf japanisches Gebiet stellen würde, andererseits, dass die geplante amerikanische Lan­dung auf den japanischen Hauptinseln viele Opfer unter den US-Soldaten fordern würde. Zum dama­ligen Zeitpunkt waren noch große Gebiete Asiens von Japan besetzt. Trumans Entscheidung wird noch immer stark und emotional diskutiert. Die Atombombenexplosionen töteten insgesamt etwa 92.000 Menschen sofort – fast ausschließ­lich Zivilisten und von der japanischen Armee ver­schleppte Zwangsarbeiter. An Folgeschäden starben bis Jahresende 1945 weitere 130.000 Menschen. In den weiteren Jahren kamen etliche hinzu.

Das Gedenken an die Opfer spielt in Japan eine gro­ße Rolle in der nationalen Kultur und im nationalen Selbstverständnis. Weltweit wurden Hiroshima und Nagasaki zu Symbolen für die Schrecken des Krie­ges und vor allem eines möglichen Atomkrieges zu Zeiten des Kalten Krieges. 

 

Wie nun berichtet wird, liegen seit über drei Jahren konkrete Verdachtsmomente gegen einen Neonazi aus Köln vor, ohne dass dieser bisher belangt wurde.

nazis_morden2Nazitrio NSU:

Legte der Verfassungsschutz die Bomben und mordete er gemeinsam mit den Nazis?

Die Polizei ermittelte – von „oben“ angeordnet – in falscher Richtung

Ein fatales Näheverhältnis (II)

KÖLN/KASSEL

german-foreign-policy vom 16.06.2015 – Neue Recherchen zu den Mordanschlägen des NSU belasten einen Mitarbeiter und einen V-Mann zweier deutscher Geheimdienstbehörden schwer. Wie aktuelle Berichte bestätigen, steht ein langjähriger führender Aktivist der Kölner Neonaziszene im dringenden Verdacht, im Dezember 2000 einen Sprengsatz in einem Kölner Lebensmittelgeschäft platziert zu haben. Der Anschlag zählt zur Verbrechensserie des NSU. Der Neonazi-Aktivist ist vom Verfassungsschutz des Landes Nordrhein-Westfalen als „geheimer Mitarbeiter“ geführt worden und hatte womöglich noch im Jahr 2009 zum NSU-Führungstrio Kontakt. Neue Verdachtsmomente werden auch gegen den hessischen Verfassungsschutzbeamten Andreas Temme bekannt. Demnach sind Schmauchspuren, die auf seinen Handschuhen gefunden wurden, einer Munitionsart zuzuordnen, die selten genutzt wird, aber bei den NSU-Morden verwendet wurde. Temme ist schon zuvor in Verdacht geraten, in den NSU-Mord in Kassel involviert gewesen zu sein, da er genau zur Tatzeit den Tatort verließ, das Mordopfer Halit Yozgat aber weder lebend noch tot gesehen haben will, was aufgrund der Verhältnisse am Tatort unmöglich zu sein scheint. Ermittlungen gegen ihn sind vom damaligen Innenminister und heutigen Ministerpräsidenten des Bundeslandes Hessen, Volker Bouffier, systematisch verhindert worden. Weiterlesen

In dem von Hitlerdeutschland entfesselten Kampf um die Weltherrschaft erwies der wirtschaftlich und militärisch schwächere italienische Imperialismus sich dem raffinierteren, rücksichtsloseren und in Aggressionskriegen erfahreneren deutschen als unterlegen.

hitler_mussoliniBloß Juniorpartner

Am 10. Juni 1940 trat Italien an der Seite Nazideutschlands in den Krieg ein. Mussolini wollte sich einen Anteil an der Beute sichern, hatte sich indes zu unterwerfen und führte seine Armeen in den Untergang

Von Gerhard Feldbauer

junge Welt (Berlin), Ausgabe vom 09.06.2015

Den Eintritt in den Zweiten Weltkrieg an der Seite Hitlerdeutschlands gab Benito Mussolini auf einer Massenkundgebung am 10. Juni 1940 in Rom bekannt. Vom Balkon des Palazzo Venezia, seines Regierungssitzes, brüllte er die Kriegserklärung an Großbritannien und Frankreich hinaus: »Volk Italiens! Zu den Waffen! Wir wollen die Ketten der territorialen und militärischen Ordnung, die uns in unserem Meer erwürgen, sprengen, weil ein 45-Millionen-Volk nicht wirklich frei ist, wenn es keinen freien Zugang zum Ozean hat.« Weiterlesen

Um auch zukünftig das verhindern zu können, muss der Verfassungsschutz, das BKA, der MAD und BND wissen, welchen Kühlschrank wir per Internet beim Otto-Versand kaufen, welche Flirts wir per e-Mail oder Chat machen und ob wir uns Porno-Seiten im Internet ansehen. Das alles bringt sie dann auf die Spur von Terroristen.

hackerVorratsdatenspeicherung

Bundestag wurde gehackt

Von Günter Ackermann

Nein, ich meine nicht das, was die Innenminister des Bundes und die SPD anstreben: Die massenhafte Bespitzelung aller. Sämtliche e-Mails, Internetzugriffe. SMS usw. sollen eine gewisse Zeit gespeichert werden. Natürlich nicht  die Inhalte, nur Empfänger und Absender. So versichert uns treudoof der Adlige hugenottischer Abstammung und Bundesinnenminister Karl Ernst Thomas de Maizière. Ich denke aber, mancher Cyberspitzel wird doch so manchen Blick in private Korrespondenzen werfen. Weiterlesen