»Wir brauchten eine erfolgreiche Operation, deshalb sollte dabei auf irakische Zivilisten keine Rücksicht genommen werden.«

Soldat wird Whistleblower

Menschenrechtsverletzungen bei Irak-Einsatz enthüllt: Der dänische Hauptmann Anders Kaergaard hat seine Stimme gegen den Krieg erhoben und wird inhaftiert

Von Freja Wedenborg, Kopenhagen

jungeWelt vom 07.01.2014

Am kommenden Wochenende wird Anders Kaergaard auf der XIX. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz darüber sprechen, wie der imperialistische Krieg aus der Sicht eines Soldaten aussieht. Dieser öffentliche Auftritt markiert einen Höhepunkt seiner Entwicklung von einem ranghohen Offizier zu Dänemarks bekanntestem Whistleblower. Als das Land 2004 in den von den USA geführten Krieg gegen Irak eintrat, gehörte Kaergaard als einer der obersten Geheimdienstoffiziere im Rang eines Hauptmanns dem Militärischen Nachrichtendienst des 4. Bataillonsverbandes der Königlich Dänischen Armee an. Mit seinen Enthüllungen über Menschenrechtsverletzungen bei einer Militäroperation im Irak löste er in seiner Heimat einen Skandal aus. Weiterlesen

Das „kleine Doktorat“, das Scheuer an der Prager Karls-Universität im Jahr 2004 erwarb, wird prinzipiell nur in den Bundesländern Berlin und Bayern als Berechtigung zum Führen des Doktortitels anerkannt. Zudem sind gegen Scheuer Plagiatsvorwürfe erhoben worden.

CSU-General und Schmalspur-Doktor Andreas Scheuer

CSU-General und Schmalspur-Doktor Andreas Scheuer

CSU-General Andreas Scheuer mit Doktorhut der Sudetengau(ner) oder

Rechtslastige Beziehungspromotion

Paneuropäische Netze

BERLIN/PRAG

german-foreign-policy vom 20.01.2014 – Die Doktorats-Affäre um CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer wirft ein Schlaglicht auf alte Netzwerke der deutschen Außenpolitik. Scheuers Doktorats-Vater Rudolf Kučera von der Prager Karls-Universität, bei dem der deutsche Politiker unter umstrittenen Bedingungen seinen akademischen Grad erlangen konnte, arbeitet seit den 1980er Jahren mit der deutschen Sektion der „Paneuropa-Union“ zusammen. Weiterlesen

Natürlich ist Israel nicht das, was es sich dünkt. Es ist kein solidarischer Staat der Überlebenden, sondern ein Klassenstaat. Aber es ist auch ein Staat von Kolonisten. Es ist ein ideologisch hoch motivierter Staat, der die Sicherung jüdischer Vorrechte zur obersten Staatsräson erhoben hat.

In Memoriam Werner Pirker:

Der Artikel hier von Werner Pirker erschien 2002 in den Marxistischen Blättern der DKP. Der Erzrevisionist, ehemalige stellv. Chefredakteur der UZ und Anhänger der zionistischen Kriegspolitik, Ulrich Sander, denunzierte Werner Pirker beim DKP-Parteivorstand und halluziniert folgenden Verleumdung:

Ulrich Sander, Denunziant, Erzrevisionist und Freund der Kriegspolitik Israels

Ulrich Sander, Denunziant, Erzrevisionist und Freund der Kriegspolitik Israels

„Österreicher fühlen sich offenbar nicht zuständig für deutsche Verantwortung, die auch mit noch so eindrucksvoller marxistischer Rhetorik nicht wegzuwischen ist. Vom Standpunkt dieser Rhetorik ist der Zionismus völkisch-nationalistisch und rassistisch. Und monolithisch. Strömungen gibt es nicht. Aber was ist dann der palästinensisch-islamistische Nationalismus? Doch wohl grundsätzlich genauso völkisch-nationalistisch und rassistisch.“[1]

Also: Österreicher gleich Nazis. Aber das schrieb ein Erzrevisionist gegen einen Journalisten, der das schrieb, was geschrieben werden musste.

Auf Sanders Mist kann man verzichten, auf Werner Pirkers enthüllende Artikel aber schwer. Pirker hinterlässt eine Lücke – Ulrich Sander aber…. Weiterlesen

Werner trat als Konsequenz des revisionistischen Niederganges der KPÖ der Kommunistischen Initiative Österreich (KI) bei. Und er nahm am Gründungsparteitag der Partei der Arbeit Österreichs (PdA) mehr als wohlwollend teil und wäre dieser wohl auch beigetreten.

pirkerAndenken an Werner Pirker

von Gerhard Bruny und Helmuth Fellner (kominform.at)

Unser Freund und Genosse Werner Pirker starb vor wenigen Tagen in Berlin. Just in jenen Tagen, in denen der Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht mit einer Konferenz seiner Zeitung Junge Welt und der schon traditionellen Demonstration kämpferisch gedacht wird. Er hinterlässt nicht nur eine Lücke in der marxistischen und antiimperialistischen Publizistik. Nein, sein Tod ist eine Bresche für die antimarxistischen, proimperialistischen sogenannten „antideutschen”, revisionistischen Kräfte und ihrer Federhuren. Es wird nicht leicht sein, einen auch nur einigermaßen adäquaten Ersatz im Widerstand gegen diese Kräfte zu finden. Weiterlesen

Für heute heißt das, immer, wenn die Herrschenden von Freiheit und Demokratie, von den Rechten von Minderheiten, anderswo, reden, kann man sicher sein, dass sie Intervention und Krieg vorbereiten.

DKP-Vorsitzender Patrik Köbele

DKP-Vorsitzender Patrik Köbele

LLL-Wochenende:

Rede des DKP-Vorsitzenden Patrik Köbele auf der Veranstaltung der DKP

DKP-News

SPD-Fraktion am 4. August 1914:

„Heute stehen wir vor der (…) Tatsache des Krieges. Uns drohen die Schrecken feindlicher Invasionen. Nicht für oder gegen den Krieg haben wir heute zu entscheiden, sondern über die Frage der für die Verteidigung des Landes erforderlichen Mittel. Für unser Volk und seine freiheitliche Zukunft steht bei einem Sieg des russischen Despotismus viel, wenn nicht alles auf dem Spiel. (…) Da machen wir wahr, was wir immer betont haben: Wir lassen in der Stunde der Gefahr das eigene Vaterland nicht im Stich. Wir fühlen uns dabei im Einklang mit der Internationale, die das Recht jeden Volkes auf nationale Selbständigkeit (…) anerkannt hat (…) und jeden Eroberungskrieg verurteilt. Von diesen Grundsätzen geleitet, bewilligen wir die geforderten Kriegskredite.“ Weiterlesen